Rückblick auf turbulenten Auftakt

von Redaktion

Jahresversammlung der Musikschule Bad Feilnbach

Bad Feilnbach – Im Januar 2025 wurde die Bad Feilnbacher Musikschule gegründet – nun blickten die Verantwortlichen in der ersten Jahresversammlung auf ein bewegtes erstes Jahr zurück. Die wohl bedeutendste Veränderung: Aus dem Verein wurde ein Förderverein, denn die Musikschule in Bad Feilnbach ist inzwischen offiziell eine Zweigstelle der Musikschule Rosenheim.

„Wir haben ein ereignisreiches Jahr hinter uns“, sagte Vorsitzender Sepp Dostthaler. Dies allerdings weniger im musikalischen Bereich, sondern vor allem dank des großen Engagements der Vorstandschaft. Auch im Bericht der Schriftführerin Barbara Kolb wurde deutlich, wie viel sich seit der Gründungsversammlung mit damals 45 Mitgliedern getan hat.

Schon kurz nach dem Start zeigte sich, dass der Betrieb einer eigenständigen Musikschule in Bad Feilnbach mit erheblichem Aufwand verbunden wäre und eine Eingliederung als Zweigstelle der Musikschule Rosenheim die sinnvollere Lösung darstellt.

Damit standen die Verantwortlichen vor einer grundlegenden Entscheidung: Sollte der Verein aufgelöst oder in einen Förderverein umgewandelt werden? Nach einer Sonderversammlung und der Einholung schriftlicher Einwilligungen der Mitglieder wurde schließlich der Schritt zur Umwandlung vollzogen.

Der neue Förderverein fungiert nun als „Gesicht vor Ort“ für die Musikschule Rosenheim. Doch auch dieser Prozess war von bürokratischen Anforderungen begleitet: Die Gemeinde musste einen Vertrag mit der Musikschule schließen, der zuvor von der Rechtsaufsicht im Landratsamt genehmigt werden musste. Zudem wurde die Satzung überarbeitet und beim Registergericht hinterlegt.

Neben den organisatorischen Grundlagen entwickelte sich auch das musikalische Angebot weiter. Seit Herbst des vergangenen Jahres werden die ersten Schüler sowohl in Bad Feilnbach als auch in Rosenheim unterrichtet. Ein besonderes Anliegen von Sepp Dostthaler ist die musikalische Früherziehung, die mit hoher Priorität vorangetrieben wird. Geeignete Lehrkräfte stehen bereits bereit, und mit den Räumen des Sängerbundes im Vereinsheim in der Bahnhofstraße wäre auch ein idealer Unterrichtsort gefunden – abschließende Gespräche dazu stehen jedoch noch aus.

Kassier Konrad Schwaiger berichtete von zwei kleineren privaten Spenden sowie Einnahmen aus dem Getränkeverkauf bei einem Konzert der Chorwoche. Größere angekündigte Spenden sollen erfolgen, sobald das Bankkonto eingerichtet ist und der Verein vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt wurde.

Am 13. Juni ist ein Schnuppertag geplant, bei dem interessierte Kinder verschiedene Instrumente wie Flöte, Schlagzeug, Gitarre und diverse Blechblasinstrumente ausprobieren können. Am 26. Juni wird zudem die Bläserklasse ein Zweigstellenkonzert geben. kok

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