Bad Feilnbach – Zur Jahresversammlung der Wasserversorgung Kleinhöhenrain konnte Vorsitzender Thomas Fischhaber zahlreiche Mitglieder im Gasthof „Zur schönen Aussicht“ begrüßen. In seinem Rechenschaftsbericht zog er eine umfassende Bilanz der Vereinsarbeit, machte aber auch deutlich, vor welchen Herausforderungen die Wasserversorgung künftig steht.
Erfreulich sei weiterhin die Wasserqualität: Sämtliche vorgeschriebenen Proben an den Entnahmestellen verliefen ohne Beanstandung und entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. „Die Versorgung ist in einem einwandfreien Zustand“, betonte Fischhaber.
Sorgen bereitet hingegen die Entwicklung des Grundwasserstandes. Nachdem im Vorjahr noch ein Höchststand erreicht worden war, ist der Pegel bis Ende 2025 wieder deutlich gesunken. Noch bestehe kein akuter Handlungsbedarf, dennoch wären länger anhaltende, gleichmäßige Niederschläge wünschenswert.
Ein zentrales Thema der Versammlung war zudem die Einführung des sogenannten „Wassercent“ durch die Bayerische Staatsregierung. Ab 1. Juli wird pro entnommenem Kubikmeter Wasser eine Abgabe von zehn Cent fällig. Die Wasserversorgung übernimmt die Abrechnung, schlägt den Betrag auf den Wasserpreis für die Verbraucher auf und führt ihn an den Freistaat Bayern ab. Kritik übte Fischhaber an der bislang unzureichenden Informationslage seitens der Behörden.
Im vergangenen Berichtszeitraum wurden umfangreiche Arbeiten am Leitungsnetz umgesetzt. Im Zuge der Verlegung des Nahwärmenetzes in Kleinhöhenrain konnten mehrere ältere Wasserleitungen aus privaten Grundstücken in öffentliche Bereiche verlegt werden. Erhebliche Investitionen in Material und Arbeitsleistung seien erforderlich gewesen. Auch für das kommende Jahr stehen größere Maßnahmen an: In Großhöhenrain sollen Leitungen erneuert beziehungsweise verlegt sowie eine leistungsstarke Verbindung zwischen Klein- und Großhöhenrain geschaffen werden. Eine enge Abstimmung insbesondere mit dem Nahwärmenetz wird dabei angestrebt. Wie wichtig eine frühzeitige Koordination der einzelnen Sparten ist, habe zuletzt die Verlegung einer Stromleitung in Großhöhenrain gezeigt, bei der die Wasserversorgung nicht ausreichend eingebunden gewesen sei.
Positiv hob Fischhaber hervor, dass Stromausfälle in der Vergangenheit dank eines Notstromaggregats für die Wasserversorgung kein Problem darstellen und zuverlässig überbrückt werden konnten.
Im Anschluss stellte Kassenwartin Rosi Stacheter den Kassenbericht vor. Ergänzend präsentierte sie statistische Kennzahlen: Mit knapp 200.000 Kubikmetern lag der Wasserverkauf auf dem Niveau der Vorjahre. Rund 169.000 Kubikmeter entfielen auf das Ortsnetz, die sogenannte Tiefzone sowie die Firma Höhenrainer, weitere etwa 31.000 Kubikmeter wurden an die Gemeinde Feldkirchen-Westerham abgegeben.
Schaubilder zu Niederschlagsmengen und Grundwasserständen am Brunnen I verdeutlichten die Entwicklung der vergangenen Zeit. Angaben zur Zahl der Wasseranschlüsse sowie zum Stromverbrauch rundeten den Bericht ab. Zum Abschluss der Versammlung wurden drei neue Mitglieder aufgenommen. Die Versammlung bestätigte die Neuaufnahmen.hmi