Bad Feilnbach – Der Tannenhof Bad Feilnbach lud kürzlich zu einem Präventionsabend für Jung und Alt in das Tannenhof Wohnzimmer ein, wo Dominik Röber, kriminalpolizeilicher Fachberater für Stadt und Landkreis Rosenheim, zum Thema Trickbetrug aufklärte.
Ein Raunen ging durch die Zuhörerreihen, als Röber einen bunten Blumenstrauß unterschiedlichster Maschen der Betrüger aufzählte und teilweise detailliert erklärte. Entscheidend sei meistens der Überraschungseffekt. Unter Schock oder Zeitdruck können Maschen wie Enkeltrick, Legendenbetrug, falscher Mitarbeiter der Polizei, Handwerker, die man nicht beauftragt hat, und so weiter oft funktionieren, um Geld oder Wertsachen zu entwenden.
Auch der digitale Alltag birgt Risiken und Gefahren. Durch Datenklau entstehen beinahe täglich neue Betrugsvarianten und digitale Erpressung. Betrug im Internet wie beim Online-Shopping oder auf Dating-Plattformen, Gratisleistungen, die in eine Abonnementfalle führen, Online-Geldanlage (Kryptowährungsbetrug), Verletzung von Persönlichkeits- und Urheberrechten, Identitätsdiebstahl, Stimmenimitation über KI, Callcenter-Betrug, Interpol/Europol-Masche – all das ist an der Tagesordnung, berichtete Röber.
Wichtig sei ein guter Basisschutz der Geräte und des Heimnetzwerks. Der Sicherheitskompass von Polizei und Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeige, wie sich Bürger in ihrem digitalen Alltag einfach und schnell schützen können.
Unser Leben ist durch moderne Kommunikationsmittel bestimmt, die neben Erleichterungen auch Risiken erzeugen und vieles transparenter machen. Bei all diesen Maschen sei der wirksamste Schutz vor allem gesundes Misstrauen, Präventionsmaßnahmen, Zusammenarbeit mit der Polizei über die Notrufnummer 110 sowie Vorkehrungen zum Einbruchschutz.