Tuntenhausen – Den Muttertag nahm Pfarrer Andreas Kolb aus Rott zum Anlass, die alljährliche Maiandacht am Fliegerkreuz ganz im Zeichen der Mutter und somit der Muttergottes zu feiern. Ungefähr einen Kilometer westlich des Ortes Ranft steht seit 2009 im Rotter Forst ein Gedenkkreuz für den dort 1944 abgestürzten deutschen Kampfpiloten Georg Reppel. Aufgestellt hat es der ehemalige Förster Wolfgang Matschke von Maikowski in seinem letzten Dienstjahr. Gut 40 Gläubige und Interessierte trafen sich jetzt dort, um mit Pfarrer Kolb eine Marien-Maiandacht zu feiern und dabei auch den Opfern des Zweiten Weltkrieges zu gedenken. „Machen wir uns doch Maria zum Vorbild und machen es wie sie. Nehmen wir uns im Alltag etwas zurück, wissen nicht immer alles besser und lassen auch mal unseren Mitmenschen den Vortritt“, sagte Pfarrer Kolb. Eine Fahnenabordnung des Krieger- und Soldatenvereins Rott am Inn nahm zum Zeichen ihrer Verbundenheit am Fliegerkreuz Aufstellung. Im Anschluss erzählte Fortunat Fischbacher vom Leben des Piloten und Feldwebels Georg Reppel. Er stammte aus Bad Berleburg bei Siegen und wurde am 19. Juli 1944 von Holzkirchen aus in einen aussichtslosen Luftkampf gegen die übermächtigen Amerikaner geschickt, von dem er nicht mehr zurückkam. Ein Heft mit Fischbachers Aufzeichnungen zu diesem Luftkampf wird am Fliegerkreuz in einem Kästchen aufbewahrt und kann in der Rotter Bibliothek ausgeliehen werden.tst