Bad Feilnbach – Die Investitionen des Wasserbeschaffungsvereins Derndorf- Litzldorf in die Sanierung des Hochbehälters in Derndorf können nun getätigt werden. In der Mitgliedsversammlung sprachen sich die Anwesenden einstimmig für eine Kreditaufnahme in Höhe von 120000 Euro aus. Man hat sich mit der Edelstahlauskleidung des Hochbehälters für eine kostenintensivere, dafür aber langfristige und hygienische Variante entschieden. Zudem erleichtert dies die Wartungs- und Reinigungsarbeiten. Da der Verein künftig für jeden abgegebenen Kubikmeter Trinkwasser eine Gebühr von zehn Cent abführen muss, auch „Wassercent“ genannt, war eine Neuberechnung des Wasserzinses unumgänglich.
Damit sich für Reparaturen und Investitionen in das Leitungsnetz angemessene Rücklagen aufbauen können, beschlossen die stimmberechtigten Mitglieder mit einer Gegenstimme die Anhebung des Wasserzinses auf einen Nettopreis von 1,60 Euro pro Kubikmeter sowie (einstimmig) eine Grundgebühr in Höhe von 50 Euro. Eine sichere Versorgung der derzeit 212 Anwesen ist somit langfristig gewährleistet.
Die Trinkwasserabgabe des WBV betrug für das Jahr 40.391 Kubikmeter, das entspricht einem Durchschnittsverbrauch von etwa 190 Kubikmeter und ist vergleichbar mit dem Vorjahr. Der Leitungsverlust betrug, bedingt durch ein größeres Leck, im vergangenen Jahr rund 13,8 Prozent. Nach der Reparatur hat sich der Verlust wieder auf das Vorjahresniveau von rund acht Prozent eingependelt.
Mit einem Dank für die gute Zusammenarbeit an die Gemeinde Bad Feilnbach sowie an die freiwilligen Helfer des Vereines, ohne die ein Erhalt der eigenständigen Wasserversorgung nicht gewährleistet wäre, beendete Vorsitzender Josef Millauer die Versammlung.