Schulweg in Willing ist jetzt sicherer

von Redaktion

Für mehr Schulwegsicherheit in Willing hat das Landratsamt Rosenheim zwei verkehrsrechtliche Anordnungen erlassen. Die Maßnahmen umfassen die Versetzung von Tempo-Schildern, um die Verkehrssituation an den jeweiligen Einmündungen sicherer zu gestalten. Davon profitieren auch Kirchgänger und Spaziergänger.

Bad Aibling/Willing – Versetzt wurde das Tempo-50-Schild, das bisher in der Berblinger Straße ortsauswärts auf Höhe der Einmündung des Feldbachweges das Ende der bis dahin geltenden 30er-Zone signalisierte. Es wurde Richtung Süden bis fast ans Ortsende verschoben.

Anders positioniert wurde auch das Tempo-30-Schild, das ortseinwärts hinter der Einmündung des Gartenäckerweges stand. Auf Tempo 30 wird die Geschwindigkeit künftig bereits deutlich vor dem Gartenäckerweg beschränkt.

Langjährige
Initiative zahlt sich aus

Die Initiative zu den Änderungen wurde vergangenes Jahr vom jetzigen Bad Aiblinger Vizebürgermeister Michael Krimplstötter gestartet, der die bestehende Regelung damals „eine Gefahrenstelle“ nannte, auf die er unter anderem von besorgten Eltern angesprochen worden sei. Unterstützung erhielt er von seinem CSU-Stadtratskollegen Christian Schönberger, der in der neuen Wahlperiode an der Spitze der CSU-Stadtratsfraktion steht.

Auch der vergangenes Jahr noch amtierende Bürgermeister Stefan Schlier (CSU) machte sich für dieses Ansinnen stark, das er für „fachlich nachvollziehbar“ hielt. „Dem Anliegen stehen wir aufgeschlossen gegenüber und begleiten es, soweit es in unserem Einflussbereich liegt“, sagte Schlier seinerzeit. Die Zuständigkeit des Landratsamtes ergab sich aus der Tatsache, dass es sich bei der Berblinger Straße um eine Kreisstraße handelt.

Landratsamt begründet
die Entscheidung

Auf Anfrage des Mangfall-Boten erklärte die Pressestelle des Landratsamtes, die Anordnungen seien auf Grundlage der Straßenverkehrsordnung erfolgt. „Wesentlicher Beweggrund für die Anpassungen war insbesondere die Einbindung des Gartenäcker- sowie des Feldbachweges in die bestehende Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h. Dadurch soll die Verkehrssituation im Bereich der Einmündungen übersichtlicher und sicherer gestaltet sowie insbesondere den Belangen der Schulwegsicherheit Rechnung getragen werden“, so Pressesprecherin Simone Beigel.

Krimplstötter und Schönberger sind mit der Entscheidung des Rosenheimer Landratsamtes sehr zufrieden, wenngleich der Vizebürgermeister noch ein kleines Haar in der Suppe findet. „Das Tempo-50-Schild hätte ruhig noch etwas weiter in Richtung Ortsausgang verschoben werden können“, meint er. Grundsätzlich ist er aber froh darüber, dass sich in diesem Fall Hartnäckigkeit ausgezahlt hat. Der Stadtrat hatte bereits 2022 einen ähnlichen Vorstoß unternommen, scheiterte damals aber am Widerstand des Landratsamtes.

Auch Christian Schönberger begrüßt das „gute Ende“ des monatelangen Prüfverfahrens durch die Kreisverwaltung. Es hatte sich unter anderem verzögert, weil die Behörde zwischenzeitlich über einen erhöhten Arbeitsaufwand geklagt hatte. „Mehr Schulwegsicherheit steht bei uns ganz oben auf der Prioritätenliste. Die haben wir erreicht“, zeigt sich der CSU-Fraktionssprecher zufrieden. „Jetzt ist klar, dass es kein Kampf gegen Windmühlen war“, ist auch Michael Krimplstötter erleichtert.

Das positive Fazit der beiden Stadtratskollegen teilt Bad Aiblings neue Bürgermeisterin Kirsten Hieble-Fritz (FW/ÜWG). „Ich freue mich über Anregungen aus dem Stadtrat. Vor allem, wenn sie dazu beitragen, Verbesserungen der Schulweg- und Verkehrssicherheit umzusetzen“, sagt die Rathauschefin.

Ganz vom Tisch ist die Angelegenheit für die Stadt und das Landratsamt mit den beiden Anordnungen allerdings noch nicht. Grund ist ein Verkehrsspiegel, der seit Kurzem ortseinwärts gegenüber dem Feldbachweg auf einem Privatgrundstück steht. Die Stadt erklärt, die Errichtung sei nicht auf ihre Anordnung hin erfolgt.

Auch das Landratsamt erfuhr erst auf Anfrage der Heimatzeitung von der Angelegenheit. „Für diesen Spiegel gibt es nach interner Prüfung keine Zustimmung des Landratsamtes“, heißt es seitens der Pressestelle. Die Behörde will den Sachverhalt nun prüfen und dann entscheiden, ob der Spiegel an diesem Platz stehen bleiben darf.

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