Schild soll Parkproblem für Kirchenbesucher lösen

von Redaktion

Bürgermeisterin Kirsten Hieble-Fritz begrüßt neue Regelung

Bad Aibling – „Werktags“. Eine Hinweistafel mit diesem einem einzigen Wort schafft für die Besucher der Sonn- und Feiertagsgottesdienste in der evangelischen Kirche in Bad Aibling Klarheit. Sie eröffnet ihnen jetzt offiziell die Möglichkeit, die in der Nähe des Gotteshauses befindlichen Busbuchten an diesen Tagen für das Abstellen ihrer Autos zu nutzen, ohne ein Verwarnungsgeld zu riskieren.

Ins Rollen gekommen war die Diskussion um die ergänzenden Beschilderungen an den zwei Busbuchten genau deswegen. Weil die Polizei Ende vergangenen Jahres an den Windschutzscheiben von Fahrzeugen, die dort geparkt waren, einen Strafzettel hinterließ, war der Unmut bei den Betroffenen seinerzeit groß.

Unmut über
Strafzettel als Auslöser

„Die Leute konnten nicht verstehen, warum eine jahrelang unbeanstandete Praxis auf einmal geahndet wird“, berichtete der evangelische Pfarrer Markus Merz dem OVB. Merz informierte auch den damaligen Bürgermeister Stephan Schlier, der das korrekte Verhalten der Polizei zwar nicht kritisierte, aber dennoch Ausschau nach einer tragfähigen Lösung im Sinne der Kirchenbesucher für die Zukunft hielt. Bei seinen Recherchen ergab sich, dass die Busbuchten an Sonn- und Feiertagen gar nicht genutzt werden. Schlier sah darin eine gute Chance, die Rechtsgrundlage dafür zu schaffen, das Parken von Pkw dort an diesen Tagen generell zu erlauben. Deshalb wandte er sich mit der Bitte um eine praktikable Regelung an das Landratsamt und wies darüber hinaus den Zweckverband Kommunale Dienste Oberland an, das Parkverhalten an den Busbuchten an Sonn- und Feiertagen nicht mehr zu kontrollieren. Die Stadt gehört dem Zweckverband an, der unter anderem den ruhenden Verkehr in Bad Aibling überwacht.

Bürgermeisterin Kirsten Hieble-Fritz begrüßt die jetzt gefundene Regelung sehr und spricht von „einer Befriedung der Situation“. Die klare Beschilderung schaffe für alle Verkehrsteilnehmer „verständliche und nachvollziehbare Verhältnisse“, so Hieble-Fritz. Ähnlich sehen das wohl die Kirchenbesucher, die von der Neuregelung profitieren. „Ich bin dankbar für die pragmatische Lösung, mit der wir sicher alle gut leben können“, sagt ein Gemeindemitglied, das lieber ungenannt bleiben möchte. Norbert Kotter

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