Bad Feilnbach – Die „Pflege und Betreuung Bad Feilnbach“, im Jahr 1991 als „Ökumenische Nachbarschaftshilfe in der Gemeinde Bad Feilnbach“ gegründet, schreibt als unverzichtbare Institution für Ort und Gemeinde seit 35 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Vereinsführung, Pflegedienste und Mitarbeiter blickten nun zusammen mit Freunden, Förderern und Unterstützern in den kommenden Monaten mit verschiedenen Veranstaltungen in Dankbarkeit zurück.
Von der Gründung
zur etablierten Institution
Den Auftakt machte ein überaus gut besuchter ökumenischer Gottesdienst in der evangelischen Kapelle zum „Guten Hirten“ in Bad Feilnbach. Die Gedenk- und Dankfeier zelebrierten Pfarrer Ernst Kögler, katholischer Geistlicher der Pfarrei Herz Jesu, und Dr. Matthias Kauffmann, Pfarrer der evangelischen Gemeinde Bad Aibling und Bad Feilnbach. Abschließend erhielt der neue, rein elektrische mobile Begleiter vom Typ Hyundai mit einer Leistung von 71 kW den göttlichen Segen.
Passend für den Verein der helfenden Hände zum Wohlbefinden von Pflegebedürftigen wählten die beiden Geistlichen das Gleichnis vom „Barmherzigen Samariter“ aus dem Evangelium nach Lukas. Ihren Predigten zufolge erfüllen die aktuell 60 Mitarbeiter der Pflege und Betreuung edelste Christenpflicht.
Sichtbare Zeichen aktiver Nächstenliebe im Sinne der Botschaft Jesu beweisen sie täglich in der ambulanten Pflege, der Tagespflege von Mitmenschen mit Demenz, der Unterstützung im häuslichen Umfeld, der Mittags- und Hausaufgabenbetreuung an der Auer Grundschule und der Bad Feilnbacher „Leo-von-Welden-Schule“, dem Verteildienst für die Aiblinger Tafel oder beim Seniorensingen.
Frühzeitig, noch vor der Gründung der „Ökumenischen Nachbarschaftshilfe“, wurde der Bedarf einer „Hilfe zu Hause“ von denkenden Köpfen und helfenden Händen erkannt. Dies ging aus einem Rückblick von Christl Kaffl hervor, der zum kleinen Jubiläum „15 Jahre Nachbarschaftshilfe“ erstellt wurde. In der Gründungsversammlung am 15. Oktober 1991 wurden die damalige Einsatzleiterin Ursula Hilz, die Vorsitzende Christl Kaffl, ihre Stellvertreterin Steffi Keill, Kassierin Lieselotte Mair und Kassenprüferin Hannelore Seidl gewählt. Den engeren Vorstand bereicherten vonseiten der Geistlichkeit der evangelische Geistliche Andreas Strauß sowie die katholischen Pfarrer Josef Brenninger aus Bad Feilnbach, Konrad Baumgartner aus Au, Pater Willi Lumpp aus Litzldorf und Benno Reiter aus Kematen. 121 Mitglieder und 20 engagierte Pflegekräfte gehörten dem Verein damals an.
Krankenschwestern wurden zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben mit allen Herausforderungen und Anforderungen geschult. Auch die Vorstandschaft eignete sich in Seminaren Kenntnisse zur Führung ihres Vereins an.
Bei der Gründung dachte mancher aus der Vorstandschaft, der Aufgabenbereich erstrecke sich mehr auf den häuslichen Bereich, ohne dabei die vielen alten hilfsbedürftigen Bürger in der Gemeinde zu berücksichtigen. Die Krankenpflege wurde jedoch zum Haupteinsatzbereich.
Der Verein entwickelte sich im Laufe der Jahre fortlaufend und etablierte sich zur unverzichtbaren Einrichtung mit sozialem Engagement zum Wohle der Bad Feilnbacher Bürger. Im Jahr 1997 kam die Mittagsbetreuung hinzu und im Jahr 1998 zählte der Verein bereits 221 Mitglieder.
Ein starkes Team
für die Zukunft
Von Bedeutung für den Verein waren im Jahr 2007 die Vorstandswahlen, aus denen Hans-Jürgen Monden als Vorsitzender hervorging und Karin Freiheit ihm stellvertretend zur Seite stand. Für Monden bedeutete die Ökumenische Nachbarschaftshilfe bis zur Amtsübergabe im Jahr 2024 an Dr. Geron Schmitz eine Herzensangelegenheit und gleichermaßen ein Lebenswerk, aus dem eine Erfolgsgeschichte wurde.
Stolz blickten Vorsitzender Dr. Gereon Schmitz und der Zweite Vorsitzende Reiner Kaspareit auf die solide Gemeinschaft in der Verwaltung und auf die Einsatzkräfte, die tagtäglich hoch motiviert und mit Herz, guten Worten und Lächeln ihren anvertrauten Bedürftigen professionelle Pflege entgegenbringen.