Zum Bericht „Kein Veto gegen umstrittene Kurhaus-Auftritte“ (Lokalseite):
Als Vertreterin der Generation direkter Nachkriegskinder trage ich bewusst und gewollt Verantwortung – aus der heraus schreibe ich diesen Leserbrief. Ich vertrete die Meinung, dass einer Kommune – wie der Stadt Bad Aibling – gerade in einem demokratischen System sehr wohl ein klares Nein für Veranstaltungen zusteht, die dieses demokratische System untergraben wollen. Dies als Hinweis für alle künftigen Veranstaltungen im Bad Aiblinger Kurhaus.
Der Diskussionsbeitrag des AfD-Stadtrates Andreas Winhart „Mir gefällt auch nicht alles, zum Beispiel, dass wir Fairtrade-Stadt sind“, zeigt klar die Gesinnung seiner Partei.
Winhart setzt noch eins drauf: Anna Maria Kirschs Antrag, in dem die ÖDP-Rätin fordert, für künftige Veranstaltungen im Kurhaus ein schriftlich fixiertes „waches Auge“ auf Gesinnung und Inhalte zu richten, bezeichnete Winhart als „nicht rechtens“ und forderte Kirsch auf, den Antrag zurückzunehmen, „aus demokratischen Gründen“.
Schön wäre ein Kommentar zum aktuellen Geschehen im Aiblinger Stadtrat. Denn Winhart betrieb offensichtlich das beliebte Spiel der AfD-Bundespartei: „Gaslighting“, eine Form von psychischer Manipulation, mit der Menschen gezielt in ihrem Realitätsbewusstsein beeinträchtigt werden sollen.
Fairtrade-Städte wie Bad Aibling stehen auf kommunaler Ebene für die Ziele, sich für bessere Preise, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und eine gerechte Behandlung der Menschen in den Produzentenländern einzusetzen.
Gerichtet an den Bad Aiblinger Stadtrat und die Kurverwaltung: Bleiben Sie bitte wachsam und lassen Sie keine Veranstaltungen zu, die unsere Verfassung untergraben oder das Ziel haben, die Bevölkerung in ihrem Realitätsbewusstsein zu beeinträchtigen.
Susann Niedermaier
Tuntenhausen