Bad Aibling – Über 1.200 aus Papier gefaltete Friedenstauben zierten vergangenes Jahr die Bad Aiblinger Georgskirche im Zeitraum von Pfingsten bis kurz vor Beginn der Adventszeit. Die Idee zu dieser Installation, die als Mahnung zum Frieden verstanden werden sollte, hatte Pfarrgemeinderätin Bärbel Merk.
Weil die Resonanz auf die Aktion sehr positiv war, wird die Aktion dieses Jahr in einem kleineren Rahmen wiederholt. Deshalb zieren seit Kurzem wieder drei große Ringe mit Tauben das Kirchenschiff. „Wir haben etwa 350 Exemplare aufgehängt“, berichtet Merk.
Neuanfertigungen waren für die Wiederholung nicht nötig. Schließlich hat Merk etliche der Papiergebilde aufgehoben, die 2025 von insgesamt rund 500 Bastlern gefaltet wurden, die sich mit einem oder mehreren Exemplaren an der Aktion beteiligt hatten.
Ein Teil der Tauben wurde nach der Abnahme in der Kirche noch eine Zeit lang im Rathaus und im Kindergarten Sankt Georg ausgehängt, ein weiterer Teil wurde dieses Jahr im Osterfeuer während der Osternacht verbrannt. Die Botschaft, die dieses Jahr von der Installation ausgehen soll, bleibt die gleiche wie 2025. „Der Frieden ist ein ganz wichtiges Thema. Darauf sollen die Tauben aufmerksam machen“, sagt Merk. Die Aktion steht im Einklang mit der Gestaltung der Jahreskrippe am Ende des Kirchenschiffes, die mehrere Schauvitrinen umfasst.
„Da haben wir im Moment das Pfingstgeschehen nachgestellt. In ein paar Wochen erzählen wir dann die Geschichte von Moses in der Krippe“, berichtet die Pfarrgemeinderätin. Besonders freut sich Merk, dass die Tauben auch beim Firmgottesdienst vorhanden sind, der am 10. Juli in der Georgskirche stattfindet. „Da wird der Bezug zum Heiligen Geist auch optisch sichtbar“, so die Initiatorin der Aktion.
Wie lange die Bastelarbeiten dieses Jahr in der Kirche hängen bleiben, weiß sie noch nicht genau. Sie schließt allerdings nicht aus, dass dies wieder bis kurz vor der Adventszeit der Fall sein könnte. „Der Pfarrer ist da sehr unkompliziert“, freut sie sich.
Einer Idee, die im Zusammenhang mit der Installation aufkam, erteilt sie allerdings eine klare Absage. „Einige Kirchenbesucher meinten, man könne die Tauben auch über Weihnachten hängen lassen und die Aufhängung zusätzlich mit Weihnachtssternen bestücken.
Das machen wir nicht, das ist zu viel des Guten. Irgendwann reicht es auch mit Tauben in der Kirche“, so Merk.