Feldkirchen-Westerham – Zu den größten Stromverbrauchern der Ver- und Entsorgungseinrichtungen der Gemeinde Feldkirchen- Westerham gehört das Klärwerk in Feldolling. Um die Kosten für den Eigenverbrauch zu mindern, hat die Gemeinde vor sechs Jahren eine Mikrogasturbine installiert. Diese produziert nach Angaben der Bauverwaltung Wärme, die für 15 Einfamilienhäuser ausreichen würde und Strom für 40 Häuser gleicher Größe.
Dann die Kehrseite laut Beschlussvorlage: „Im Mai 2025 ist in der Brennkammer der Mikrogasturbine ein Defekt aufgetreten, seitdem steht die Anlage.“ Die Suche nach der Schadensursache durch den Hersteller und ein Gutachten der Versicherung ergaben neben einem zeitlich hohen Aufwand einen wirtschaftlichen Totalschaden. In Zahlen heißt das: Einschließlich aller Ein-, Ausbau- und Nebenarbeiten fallen Gesamtkosten von 93.000 Euro.
Franz Bergmüller (Pro Bürger) beanstandete den langen Ausfall der Gasturbine. Bürgermeister Johannes Zistl erklärte dazu, dass viele Wege eingeschlagen werden mussten, bis eine gute Lösung gefunden werden konnte.
Die Schlusssätze der Bauverwaltung dürften den Bauausschuss überzeugt und zur einstimmigen Befürwortung bewogen haben. „Für die aktuell laufende Klärwerkssanierung ist die Mikrogasturbine ein zentrales Element für die künftige Energieversorgung. Vor allem der mithilfe der Mikrogasturbine produzierte Strom ist für das Klärwerk essenziell. Der in den Sommermonaten durchschnittlich erzeugte Strom hat einen rechnerischen Wert von etwa 18.600 Euro. Die von der Gemeinde aufzubringenden 93.000 Euro würden sich nach etwa fünf Jahren amortisieren.“me