Der Spaß steht im Vordergrund

von Redaktion

Fünf Hund-Mensch-Teams bereiten sich in Wasserburg auf Landeswettbewerb der Johanniter vor

Wasserburg/Eiselfing/Feldkirchen-Westerham – Für Hanna Krichbaumer aus Feldkirchen-Westerham und Hund Balu heißt es nun, die letzten beiden Wochen vor dem Wettkampf zu nutzen und zu trainieren. Denn am 13. Juni wollen beide ihr Können beim Landeswettkampf der Johanniter in Eiselfing unter Beweis stellen. Dafür bereiten sie und vier weitere Personen des Ortsverbands Oberbayern Südost mit Sitz in Wasserburg sich schon seit rund drei Monaten vor.

Es geht um
Geschicklichkeit

Am Wettkampftag müssen die Hunde laut Krichbaumer unter anderem durch einen Tunnel, über eine Wippe oder auf einer Bohle auf beweglichen Röhren balancieren können. „Es geht um die Geschicklichkeit des Hundes“, erklärt die 32-Jährige am Telefon. Für die Teams steht jedoch der Spaß im Vordergrund, betont Krichbaumer. „Auch wenn sich mittlerweile ein gewisser Ehrgeiz entwickelt hat“, sagt sie. Zum Trainieren fahren die Johanniter extra zu ihren Kollegen nach München, da diese dort die nötigen Geräte haben.

Krichbaumer und ihr Australian Shepherd engagieren sich seit 2018 bei den Johannitern Oberbayern Südost. „Ich wollte mir ein sinnvolles Ehrenamt suchen und meinen Beruf und das Hobby verbinden“, sagt die 32-jährige Anästhesistin. Mittlerweile leitet sie die Hundestaffel bei den Johannitern.

Ausbildung dauert
zwei bis drei Jahre

Insgesamt umfasst das Team laut Krichbaumer rund 18 Personen und fünf geprüfte Hunde. Zwei Mitglieder engagieren sich ohne Vierbeiner als Teil des Teams. Die Hunde der restlichen Personen befinden sich wie Balu noch in Ausbildung, diese dauert rund zwei bis drei Jahre. Das Einsatzgebiet der Johanniter-Hundestaffel erstreckt sich über den gesamten Landkreis Rosenheim. Auch die Mitglieder der Hundestaffel kämen aus den unterschiedlichsten Ecken, erläutert ihre Leiterin, die selbst in Feldkirchen-Westerham wohnt.

Unterteilt wird die Hundestaffel in ein Personen- und Flächensuchhundeteam. Krichbaumers Hund Balu wird zum Flächensuchhund ausgebildet. Rund zweimal pro Woche trifft sich die Staffel zum Training im Wald oder in der Kiesgrube. Die Hunde seien besonders in Bereichen mit dichtem Bewuchs hilfreich, erklärt Krichbaumer. Dort sollen die Vierbeiner nach Personen suchen.

Wichtig dabei zu lernen sei es, auch ein Signal von sich zu geben, sollte das Tier einen Menschen finden. Zwischen 15- und 20-mal pro Jahr werde die Hundestaffel alarmiert, erklärt Krichbaumer. Dann gehe es zuerst darum, inwiefern welche Art von Spürhund, also ob Flächen- oder Personensuchhund, zum Einsatz hinzugezogen werden soll.

„Wie oft wir einen Einsatz haben, variiert dann von Jahr zu Jahr stark“, sagt Krichbaumer. Manchmal tauche eine vermisste Person auch wieder auf, ehe die Hundestaffel sich auf den Weg machen könne, sagt sie. Oft würde die Staffel erst später bei einer Vermisstensuche hinzugezogen.

„Die Einsätze sind dann oft nachts“, sagt die 32-Jährige. Sich im Dunkeln durch dichtes Waldgestrüpp zu kämpfen, sei jedes Mal besonders und auch herausfordernd. Wichtig dabei: sich aufeinander verlassen zu können, betont Krichbaumer.

Die Hundestaffel ist laut der 32-Jährigen immer auf der Suche nach Interessierten. Dabei komme aber nicht jeder Hund für die Arbeit in der Staffel infrage. Hunde dürften beispielsweise nicht zu klein, aber auch nicht zu groß sein, erklärt Krichbaumer. Zum einen brauche der Vierbeiner genug Kraft und Ausdauer, zum anderen solle er idealerweise nicht mehr als 35 Kilogramm wiegen.

Schließlich könne es auch vorkommen, dass Einsatzkräfte den Hund über Hindernisse wie einen Stacheldrahtzaun heben müssten, berichtet die Expertin.

Rund 40 Teams am Start

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