Bad Aibling – Ein insgesamt positives Fazit von den Veranstaltungen, die die Aib-Kur GmbH im vergangenen Jahr in der Stadt ausgerichtet hat, zog Kurdirektor Thomas Jahn bei der Vorstellung seines Tourismusberichts für 2025 in der jüngsten Stadtratssitzung. Jahn sprach von „einer sehr gelungenen Veranstaltungs-Saison“.
Die Folgen von Corona seien inzwischen überstanden. Die Zuschauer kämen wieder „in deutlich größerer Zahl“ zu den kostenfreien und auch zu jenen Veranstaltungen, bei denen ein Eintritt anfalle. „Das ist ein starkes Signal für die Zukunft. Die Veranstaltungen sind auch ein Motor für die Bad Aiblinger Wirtschaft“, heißt es in seinem Bericht.
Veranstaltungen
im Wetterglück
Zu der gelungenen Saison habe unter anderem beigetragen, dass bei nahezu allen wichtigen Terminen das Wetter gepasst habe. Auch die überstandenen Corona-Folgen und die wieder in größerer Zahl kommenden Besucher, sowohl bei kostenfreien als auch bei eintrittspflichtigen Veranstaltungen, hätten zum Erfolg beigetragen.
Besonders hervorgehoben hat Jahn den Erfolg des Parkfestes im August, das von fast 5.000 zahlenden Gästen besucht worden war. „Wir haben 2025 erstmals mehr als eine Schwarze Null geschafft. Das ist großartig“, freute er sich nicht nur über das gelungene Programm, sondern auch über den wirtschaftlichen Erfolg.
Ähnlich erfreulich skizzierte er die Entwicklung beim Gitarrenfestival, das traditionell im Spätherbst im Kurhaus stattfindet. 3.288 Besucher kamen zu den insgesamt zehn Konzerten. 2024 waren es 2.813. „So viele hatten wir noch nie“, bilanzierte Jahn. Er hofft, dass die Aib-Kur aufgrund dieser Tatsache und der Förderung durch den Freistaat und lokale Sponsoren für das Festival eine Abrechnung vorlegen kann, die kein Defizit ausweist.
Großer Beliebtheit hätten sich unter anderem auch das Bürgerfest, das Adventssingen oder die traditionelle Oldie-Night erfreut, sagte Jahn. Beim Adventssingen sei wieder „ein wunderbares vorweihnachtliches Programm geboten worden, das seit vielen Jahren „sehr beliebt“ sei. Erfolgreich sei zudem die Konzertreihe „Kultur im Park“ verlaufen. Der Brunnenhof im Kurpark habe sich an elf Abenden in „eine lebendige Open-Air-Bühne“ verwandelt.
Finanzierung und
Bürokratie als Hürden
Ein Knackpunkt bleibe auch künftig die Finanzierung des Programmangebots. Zwar habe man 2025 die Eintrittspreise und Beteiligungen der Partner „teilweise deutlich erhöht“, dennoch: „Wir müssen aber auch sehr klar sagen, dass wir hier vorerst an eine Grenze gekommen sind. Weitere Erhöhungen sind gerade für Vereine und gewerbliche Partner nicht zu stemmen“, so Jahn.
Um künftig Kosten einzusparen, sprach sich der Kurdirektor für einen Bürokratieabbau bei der Genehmigung von Veranstaltungen aus. Den Bürgern und Veranstaltern solle wieder mehr Verantwortung übertragen werden. „Die Kosten für Sicherheit, Wasserbeprobungen, Anträge und Gestattungen, aber auch für Ver- und Entsorgungen sind in den vergangenen Jahren förmlich explodiert. Wir haben keine Chance, diese Aufwendungen einzusparen“, beklagte er im Stadtrat.
Das Gremium nahm den Bericht zur Kenntnis, ein formaler Beschluss war nicht vorgesehen.