Bad Aibling – Musik, dann Malerei, wieder Musik, erneut Malerei, und jetzt wieder Musik, so hat Elmar Ludwig aus Oberaudorf, geboren 1952, bisher sein Leben gestaltet. Ein ausführliches Künstlergespräch zwischen der Vorsitzenden des Kunstvereins, Martina Thalmayr, und Elmar Ludwig – Künstlername ONOK – brachte so manches Wissenswerte an den Tag.
Elmar Ludwig besuchte in München die Fachoberschule für Gestaltung und absolvierte Anfang der 1970-Jahre vier Semester Gebrauchsgrafik. Die Ausbildung beendete er ohne Abschluss, denn es zog ihn als Bassist zu einer Bluesband in einer Hippie-Landkommune. Diese Zeit währte gute 20 Jahre, aber dann hat er sich erneut auf seine zeichnerischen Fähigkeiten besonnen. Zunächst mit Blei- und Buntstiften, später mit Acrylfarben stürzte er sich wieder in die Malerei. Seine Frau versorgte ihn immer mit neuen Materialien. Nicht nur das, sie diente ihm für manches Bild als Modell.
Jetzt soll zum zweiten Mal Schluss sein mit der Malerei und ein neuer Start in die Musik – südamerikanische Tanzmusik wie Tango, Bossa Nova, Cha-Cha-Cha – gewagt werden. Und wenn er sich dann irgendwann sicher fühlt, wird er zu einer Vernissage im Kunstverein aufspielen.
Aber da muss erst das Lampenfieber besiegt sein. Und die vielen Bilder, die bei ihm zu Hause rumstehen, sollten möglichst verkauft sein. Deshalb hat er die Werke, die in der Ausstellung präsentiert werden, mit niedrigen Preisen versehen. Es ist eine Art Ausverkauf, um Platz zu schaffen für neue Ideen, dieses Mal musikalischer Natur. Seine Arbeiten, alle in Acryl auf Leinwand, erzählen surrealistische Geschichten, Menschen fliegen – an üppige Kandelaber geklammert – durch die Luft, man weiß nichts über das Wohin und Woher. Dieses Nichtwissen bietet großen Spielraum für die Fantasie.
Die Ausstellung beim Kunstverein in der Irlachstraße 5 geht bis 21. Juni. Geöffnet ist Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr; E-Mail: kontakt @kunstverein-bad-aibling.de. bö