107 neue potenzielle Lebensretter

von Redaktion

SMV organisiert Typisierungsaktion an der Staatlichen Berufsschule Bad Aibling

Bad Aibling – Die Schülermitverantwortung (SMV) kann stolz sein auf das Ergebnis der Typisierungsaktion 2026: Die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) kann für ihre Datenbank 107 Neuregistrierungen verzeichnen.

Die Typisierung erfolgt über eine Speichelprobe. Im Labor wird im Anschluss untersucht, ob jemand als Stammzellenspender in Frage kommt. Stammzellen werden im Knochenmark für die Blutbildung benötigt, die bei Menschen mit Leukämie gestört ist. Über gespendete Stammzellen kann die Blutbildung wieder angeregt und korrigiert werden. Unter Umständen kann damit Menschenleben gerettet werden, denn jedes Jahr erkranken weltweit rund 500.000 Menschen an Leukämie, in Deutschland zwischen 13.000 und 14.000.

„Regelmäßige Typisierungsaktionen sollen ein fester Bestandteil der Arbeit der SMV an der Staatlichen Berufsschule Bad Aibling werden“, so das Credo der SMV-Mitglieder. Wie wichtig diese Aktion ist, zeige sich daran, dass durch die Typisierungsaktion im Jahr 2023 ein junger Spender gefunden werden konnte.

An der Staatlichen Berufsschule Bad Aibling wurde die Typisierung das zweite Mal in Zusammenarbeit mit der AKB (Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern) durchgeführt. Dazu machten sich Verena Spitzer und Carsten Dittus von der AKB mit einem Transporter und kistenweise Material aus Gauting auf den Weg nach Bad Aibling. Zusammen mit zwölf Helfern der SMV wurde der Raum vorbereitet, bei der Registrierung an den PCs unterstützt und die Probenentnahme durchgeführt.

Bevor sich die Schüler klassenweise zur Probenentnahme begaben, hielt Spitzer einen kurzen Vortrag, in dem sie die Hintergründe von Leukämie, den Ablauf einer Spende und die schönen Momente nach einer gelungenen Spende erläuterte.

„Uns ist wichtig, dass die jungen Leute gut informiert werden, was eine Typisierung und was eine Stammzellenspende bedeutet. Sollte es zu einer Spende kommen, nehmen sich auch unsere Ärzte viel Zeit für Untersuchungen und die Aufklärungsarbeit vor Ort. Es soll sich auch keiner gezwungen fühlen, die Freiwilligkeit ist ein zentraler Punkt“, so Spitzer, die bereits seit 25 Jahren dem Team des AKB angehört. „Wir brauchen vor allem junge Spender, da neuere Forschungen ergeben haben, dass das Merkmal ‚Jugend‘ sogar wichtiger sein kann als der DNA-Abgleich“, so das Resümee von Spitzer am Ende des Tages. Mit einem Durchschnittsalter von 18,7 Jahren ist die Zielgruppe der Berufsschüler somit besonders attraktiv.

Auch Schulleiter Jürgen Ersing freute sich über die gelungene Aktion: „Ich bin unglaublich stolz auf das Engagement unserer Schülerinnen und Schüler sowie der gesamten SMV. Sie zeigen eindrucksvoll, dass soziale Verantwortung an unserer Schule gelebte Realität ist.“

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