Diebstahlserie

Wendelsteinrundfahrt begeistert Tausende

von Redaktion

Bei der 36. Wendelsteinrundfahrt sind am vergangenen Samstag 2.653 Radler an den Start gegangen. Ohne Zeitdruck genossen die Teilnehmer die malerische Bergkulisse und machten das Ereignis zu einem Fest für den Breitensport.

Bad Feinlbach – Vor 37 Jahren riefen findige Radsportfreunde des Ski-Clubs (SC) Au wie Benno Rauscher, Hans Schmidbauer, die Brüder Benno und Sepp Eutermoser und weitere Weggefährten die Wendelsteinrundfahrt ins Leben. Daraus entwickelte sich ein Event, das bei vielen Hobby-, Freizeit- und Sportradfahrern einen festen Platz im Breitensportkalender einnimmt, wie die beiden SC-Vorsitzenden Stefan Stahl und Stefan Stürzer gegen Ende der diesjährigen, perfekt organisierten Veranstaltung erklärten. Das Besondere: Es gibt weder Zeit- noch Bergwertungen. Im Mittelpunkt steht ein unvergessliches Erlebnis in einer reizvollen Landschaft mit der umgebenden Bergwelt der Landkreise Rosenheim und Miesbach durch sportliche Betätigung per Pedes.

So war es auch am Samstag, 22. August, als 2.653 Pedalritter mit ihrer Teilnahme an der 36. Wendelsteinrundfahrt den Kreuthweg zwischen dem Sportplatz des Allgemeinen Sportvereins (ASV) Au und dem Vereinsheim des Ski-Clubs Au in ein Mekka des Radsports verwandelten. 1.663 Radler entschieden sich für die zur Auswahl stehenden Strecken über 120 oder 165 Kilometer. 715 extreme Radsportler stellten sich der Herausforderung „Marathon“ mit 212,9 Kilometern. Lohnenswert für 275 Teilnehmer, darunter Familien mit Kindern, war ein Ausflug auf der 50-Kilometer-Tour in Richtung Irschenberg mit der Umrundung des Seehamer Sees.

Nahezu alle Starter schwärmten von einer erlebnisreichen „Genusstour pur“, als sie ausgepowert und stolz auf ihr eigenes Leistungsvermögen in den Nachmittagsstunden die Ziellinie am Ausgangspunkt überquerten und anschließend den Biergarten aufsuchten, um sich zu erholen und das anspruchsvolle Treten in die Pedale Revue passieren zu lassen. Das Ambiente mit Spezialitäten und Getränken bereicherte die „Auer Musi“ mit stimmungsvollen Takten. „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei“, meinte die sechsjährige Loni Dürbeck, die als jüngste selbst radelnde Starterin mit ihren Eltern die 50-Kilometer-Strecke meisterte. Buben und Mädchen, die sich von Papa oder Mama mitchauffieren ließen, begeisterten sich an den Kühen und Bulldogs entlang des familienfreundlichen Kurses.

Als jüngster Mitfahrer ließ sich der knapp zwei Jahre alte Ferdl aus Gauting von Papa Michael Waller auf der kleinen Route chauffieren. Ältester Teilnehmer war heuer der 86-jährige Gerhard Schauler. Mit 61 Teilnehmern stellte die Radsportgemeinschaft „Mainzl Group“ das mannschaftsstärkste Team, gefolgt vom Radsportclub „Quest“ mit 50 Teilnehmern sowie „Huber & Söhne“ mit 24 Teilnehmern.

Als entscheidende Faktoren, die zur einhelligen Zufriedenheit bei den Teilnehmern beitrugen, galten die abwechslungsreiche Streckenführung sowie die Organisation. Lob bekamen die Mitglieder und Helfer bezüglich des Krafttankens und Erfrischens am „Rühreihaltepunkt“ in Sachrang, beim „Kässpatzenstopp“ in der Krugalm sowie beim „Schweinswürstlstopp“ in Reichersdorf. Wie die Vereinsführung bekannt gab, wurden heuer 5.000 Semmeln, 3.600 Eier, 200 Kilogramm Kässpatzen, Wurstwaren, Bananen, Äpfel, Müsliriegel, selbst gebackene Kuchenstücke, Joghurts sowie 6.000 Liter isotonische Getränke, Tees und viele andere Leckereien an die Radfahrer ausgegeben.

Wie Max Singer, nicht nur als Rathauschef, sondern auch als langjähriger Mitorganisator der Wendelsteinrundfahrt, betonte, sei eine Veranstaltung dieser Größenordnung nur durch das Miteinander von Politik, behördlichen Stellen und Vereinen sowie Sponsoren und Unterstützern möglich. Der besondere Dank von Max Singer sowie den beiden Vorsitzenden galt den über 220 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern des Ski-Clubs Au und des ASV Au, den aktiven Diensten der freiwilligen Feuerwehr und der Bergwacht Bad Feilnbach, den Helfern aus der Dorfgemeinschaft sowie den Grundstückseigentümern an den Verpflegungsstationen und Parkplätzen.

Überaus zufrieden werteten die Diensthabenden der zuständigen Polizeiinspektionen das disziplinierte Verhalten der Radsportler.

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