OFFENBAR MORSCHER BALKEN

Holzbrücke stürzt ein: Jugendliche verletzt

von Redaktion

Schneizlreuth – Es sollte eine unbeschwerte Wanderung sein, doch am Ende war die Aufregung groß: Elf Jugendliche im Alter zwischen zehn und 17 Jahren haben sich beim Einsturz einer Holzbrücke leicht bis mittelschwer verletzt. Die Jugendlichen waren Mitglieder eines Fußballteams aus Hemau (Kreis Regensburg) und in einem Jugendcamp in Inzell untergebracht.

Am Donnerstag stand statt Fußball eine Wanderung auf dem Programm – auf einem Abschnitt des Salzalpensteigs zwischen Inzell und Bad Reichenhall. Nahe Schneizlreuth (Kreis Berchtesgadener Land) stellte sich dann eine größere Anzahl der Jungfußballer am Donnerstagnachmittag auf einer Brücke zu einem Gruppenfoto zusammen. Unten rauschte der Weißbach, oben herrschte eitel Sonnenschein – aber nicht lange. Denn offenbar war die Brücke dem Ansturm der Jugendlichen nicht gewachsen – sie brach zusammen. Der Bach ist an dieser Stelle zehn Meter breit, aber nur 20 bis 30 Zentimeter tief. Die ganze Gruppe rutschte oder fiel ins Bachbett. Durch die Stürze aus eineinhalb Metern Höhe erlitten einige Jugendliche leichte Verletzungen. Als ein Betreuer deshalb nach der Rückkehr der Gruppe in ihr Jugendcamp einen Notruf absetzte, löste das einen offenbar leicht überdimensionierten Großeinsatz aus: 19 Sanitäter, ein Notarzt, neun Rettungsfahrzeuge und der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ rückten an. Zehn der elf Leichtverletzten konnten nach ambulanter Untersuchung die Krankenhäuser wieder verlassen, ein Kind blieb vorsorglich in der Klinik.

Am Tag nach dem Vorfall machte sich ein Alpinbeamter der Polizeiinspektion Bad Reichenhall auf den Weg, um die Unglücksursache zu recherchieren. Die Erkenntnis: „Eine der Bohlen war ziemlich morsch“, so ein Polizeisprecher am Freitag. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.  mm/lby

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