Peißenberg – Der Fall hatte für großes Aufregen gesorgt: Ein Lebensretter aus Peißenberg (Kreis Weilheim-Schongau), der Mitte Juli in der Ammer einen Mann vor dem Ertrinken gerettet hatte, sollte für den Einsatz zahlen. Die BRK-Wasserwacht hatte dem 57-Jährigen über die Zentrale Abrechnungsstelle für den Rettungsdienst Bayern eine Rechnung über 1100 Euro geschickt (wir haben berichtet). Nun kündigte das BRK an, dass die Rechnung storniert werde. „Als echter Lebensretter darf er unter keinen Umständen den Eindruck gewinnen, er würde für seinen Einsatz bestraft und zur Kasse gebeten“, betont Leonhard Stärk, Landesgeschäftsführer des BRK. „Wir sind ihm dankbar, dass er geholfen hat.“
Dass der Peißenberger trotzdem eine Rechnung bekommen hat, erklärt Stärk folgendermaßen: Im Protokoll sei nur vermerkt, dass die Rettungskräfte auch den 57-Jährigen aus der Ammer gezogen hatten. Das Protokoll ging automatisch an die Abrechnungsstelle – und die wusste nicht, dass es sich um einen Lebensretter handelt. kma