Korallenriffe, Muscheln und Seelilien? „Gibt es auch mitten in Bayern“, quakte meine Entenfreundin Agnes und schlug vor, zum Chiemsee zu fliegen. Sie wollte allerdings nicht im See suchen, sondern auf einem Berg. Da oben gebe es Korallen. Diese seien Jahrmillionen alt und versteinert. Damals war hier nämlich mal ein riesiges Meer. „Darum findet man heute noch versteinerte Reste von Seelilien, Muscheln und anderen Meeresbewohnern“, quakte Agnes. Sie erklärte uns auch, wie die Alpen entstanden sind: „Die Erde ist in ihrem Inneren heiß und flüssig ist“, quakte sie. „Außen hat sie eine feste Kruste. Aber die besteht nicht aus einem Stück, sondern aus Platten.“ Diese Erdplatten stoßen und reiben an vielen Stellen aneinander. Auch an den Alpen treffen Erdplatten zusammen, die dort mit einer Riesenkraft gegeneinander drücken. Weil es in diese Richtung aber leider nicht weitergeht, wichen sie nach oben aus: So drückte sich das Gestein immer weiter in die Höhe. „Das sieht man ganz fantastisch auf dem Berg Hochfelln“, schnatterte Agnes. Dort wächst das Gebirge übrigens immer noch, jedes Jahr um etwa einen Millimeter. Über Jahrmillionen türmten sich auf diese Weise hohe Berge auf. Weil dabei auch Gestein und Getier vom Meeresboden in luftige Höhen geschoben wurde, kann man da oben heute noch versteinerte Korallen finden. Eure Paula