Meine Freundin Klara ist zwar ein wenig ängstlich. Sie ist aber auch eine nachdenkliche Ente. „Wie viele gibt es da draußen wohl von uns?“, fragte sie gestern und blickte versonnen auf den See hinaus. Mit „da draußen“ meinte sie die ganze Erde. „Das müssen viele tausend Enten sein“, quakte sie. „Wahrscheinlich sind es noch viel mehr.“ Ich nickte. „Ganz bestimmt sogar“, schnatterte ich. Zumal es nicht nur eine Entenart gibt, sondern etwa 150. Und zu jeder gehören wiederum viele Tiere. Weiße Hausenten, die wie Klara, Agnes und ich an einem See wohnen, sieht man nicht so oft. Die meisten meiner nächsten Verwandten werden als Haustiere gehalten. An Seen, Flüssen und Bächen sind es vor allem sehr viele Stockenten, die herumwatscheln – und von denen gibt es viele: „In Europa sollen etwa 4,8 Millionen Stockenten leben“, quakte uns Agnes. „Wir sind die häufigsten Schwimmenten in Europa, meine lieben Entenschwestern“, schnatterte uns da eine braun gefleckte Stockente, die gerade vorbeigewatschelt kam. Als sie unseren verdutzten Blick sah, quakte sie: „Wir sind verwandt, auch ihr weißen Hausenten stammt von Stockenten ab.“ Stockenten seien überall. Sogar in Neuseeland, das ist ein Inselstaat gleich neben Australien, leben welche. Sie sind dort aber nicht selbst hingeflogen. Zweibeiner haben sie vor mehr als 200 Jahren auf ihren Schiffen mitgenommen. Eure Paula