von Redaktion

Wasser von unten und von oben – das gibt es im Herbst wieder häufiger. Uns Enten macht das wenig aus. Wir brauchen keine Regenschirme, wir ölen unser Gefieder einfach ein. Das Öl dazu kommt aus der Bürzeldrüse an unserem Hinterteil. Mit dem Schnabel verteilen wir etwas davon auf unseren Federn. Das verhindert, dass es sich voll Wasser saugt. „Bloß gut, dass sich Öl und Wasser nicht so gern mögen“, quakte meine Entenfreundin Agnes. Sie interessiert sich neuerdings sehr für die Chemie – weil sie in der Bibliothek der Biberin Frau Dr. Raspelzahn ein dickes Buch dazu gefunden hat. „Chemie ist die Wissenschaft von den Stoffen“, quakte sie uns jetzt. „Und ich meine jetzt nicht die Stoffe, aus denen man Kleider macht. Sondern: chemische Stoffe wie Öl und Wasser.“ Meine Freundin Klara war erstaunt. „Aber das Wasser im See ist doch reine Natur“, quakte sie. „Und das Öl aus unserer Bürzeldrüse ist auch etwas Natürliches.“ Das stimmt. Doch wenn ich Zweibeiner quaken höre, dass sie „bloß keine Chemie“ in ihrem Essen wollen, muss ich schmunzeln. „Chemisch“ ist ein Stoff nicht nur dann, wenn er in einer Chemiefabrik künstlich hergestellt wurde oder sogar giftig ist. „Alles um uns herum ist Chemie“, quakte Agnes. „Sogar wir selbst bestehen aus chemischen Stoffen.“ Das Wasser im See und das Öl aus unserer Bürzeldrüse gehören also auch dazu. Eure Paula

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