von Redaktion

„Da hat Ente Agnes aber einen Bock geschossen.“ Mit diesen Worten begrüßte mich die Biberin Frau Dr. Raspelzahn. Sie deutete mit der Pfote auf die Zeitung, die ich ihr immer mitbringe – und zwar auf die Geschichte, in der Agnes erklärt, wie schnell ein fallender Stein werden kann. „Darin geht es doch gar nicht um einen Bock“, quakte ich. „So sagt man aber, wenn jemand voll danebenliegt“, erklärte mir die Biberin. Vor ein paar hundert Jahren sei es nämlich üblich gewesen, dem schlechtesten Schützen bei einem Wettbewerb einen Ziegenbock zu schenken. „Agnes jedenfalls lag mit ihren 9,81 Metern pro Sekunde daneben.“ Meine Entenfreundin hatte nämlich gequakt, dass das die höchste Geschwindigkeit sei, die ein Stein, der vom Himmel fällt, erreichen kann. Mehr ginge nicht, weil ihn der Widerstand der Luft bremse. „Dass die Luft den fallenden Stein bremst, stimmt schon“, sagte die Biberin. „Aber die Geschwindigkeit, etwas mehr als 35 Kilometer pro Stunde, wäre arg langsam.“ Agnes hatte offenbar etwas verwechselt. „Fällt ein Stein aus großer Höhe vom Himmel, wird er erst immer schneller – und zwar um 9,81 Meter pro Sekunde.“ Je schneller der Stein wird, desto größer werde auch der Widerstand der Luft. „Irgendwann kann er nicht mehr schneller werden“, sagte die Biberin. Wie schnell genau – das hänge von seiner Größe und Form ab. Eure Paula

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