von Redaktion

Wir Enten watscheln viel herum. Jeden Tag entdecken Klara, Agnes und ich etwas Neues. Abends fallen wir oft müde in unsere Nester. „Ihr seid zu neugierig“, schnatterte ein Erpel. „Typisch Entenfrau.“ Agnes war aufgebracht. „Was heißt hier typisch? Es gibt Entendamen und Erpel, die offen für Neues sind – und solche, die glauben, schon alles zu wissen. So wie du.“ Der Erpel schnappte nach Luft. „Unerhört! Dabei weiß doch jeder, dass Entenfrauen vieles nicht so gut können wie wir Erpel. So ist das nun mal.“ Bei den Menschen sei das genauso. „Und das schon seit langer Zeit.“ Er quakte von mutigen Männern, die einst Jäger gewesen seien, und von furchtsamen Frauen, die von ihnen beschützt werden mussten. „Die Damen waren einfach zu schwach.“ Agnes winkte ab. „Auch früher gab es bei vielen Völkern Frauen, die auf die Jagd gegangen sind oder Kriegerinnen waren“, quakte sie. So hat man in der Stadt Fridingen an der Donau einen mehr als 1500 Jahre alten Friedhof entdeckt. In den Gräbern fanden Forscher Knochen der Verstorbenen und Dinge, die man mit ins Grab gelegt hatte. In einem waren etwa Perlenketten und Bronzeringe. „Da dachten die Forscher, hier sei eine Frau bestattet“, quakte Agnes. Bei einem anderen Verstorbenen fanden sie Schwert und Messer und nahmen an, das sei ein Mann. Als man die Knochen genauer untersuchte, stellte sich heraus: Es war umgekehrt! Eure Paula

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