von Redaktion

Wusstet ihr eigentlich, dass auch Enten Malerinnen sein können? Ja, das geht – und das, obwohl wir nicht mal einen Pinsel halten können. Ich habe es probiert, aber unsere Flügel sind einfach nicht dafür gemacht. Gestern aber hatte meine Entenfreundin Klara eine wundervolle Idee. Sie war gerade durch eine Pfütze gewatschelt und wollte über den leeren Parkplatz am See. Als sie sich nach mir und Agnes umschaute, fielen ihr die Abdrücke auf, die ihre nassen Watschelfüße auf dem trockenen Teer hinterlassen hatten. „Damit könnte man doch wundervolle Werke zaubern“, quakte sie. Schon watschelte Klara in großem Bogen über den Parkplatz. Als sie zurückkam, sahen wir einen Kreis. Da watschelte auch Agnes durch die Pfütze und flog dann in die Mitte des Kreises. Dort setzte sie kurz auf und flatterte wieder hoch. Das machte sie noch ein paar Mal so: Schon war ein lachendes Gesicht zu sehen. In dem Moment flatterte ein Erpel über den Parkplatz und schaute zu uns hinunter. „Das ist ja ein richtiges Kunstwerk!“, quakte er und landete direkt neben uns. Es war der Erpel, mit dem wir neulich fast in Streit geraten wären – weil er findet, dass Entendamen und Zweibeinerinnen vieles nicht so gut können wie Erpel und Männer. „Habt ihr das gemalt?“, quakte er jetzt. „Hätte ich euch Entendamen gar nicht zugetraut.“ Wir Enten nickten stolz. Eure Paula

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