Die neue Landesbehörde zur Lebensmittelüberwachung wird neben dem Hauptsitz im oberfränkischen Kulmbach zunächst in der Gemeinde Oberding (Kreis Erding) ihren Betrieb aufnehmen – und nicht wie ursprünglich geplant in Erding selbst. Das erfuhr unsere Zeitung aus dem Umweltministerium. Grund für diese Zwischenlösung ist die Tatsache, dass in Erding noch keine geeignete Immobilie gefunden werden konnte. Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) wollte die neue Aufsichtsbehörde aber trotzdem pünktlich starten lassen. Sie kündigte an, dass rund 60 Mitarbeiter am 2. Oktober die Büros im Industriegebiet in Schwaig unweit des Flughafens beziehen werden. „Die Umzugskartons sind schon gepackt. Die Mitarbeiter bereiten sich in den kommenden Wochen auf den Start der nach wie vor unangekündigten Kontrollen vor.“ Zum 1. Januar sollen die Kontrollen beginnen. Die neue Behörde mit ihren zwei Standorten wird künftig für die Überwachung von bis zu 800 „komplexer Betriebe“ zuständig sein. Das sind unter anderem Großbäckereien, Molkereien, größere Schlachtbetriebe, Hersteller von Säuglingsnahrung oder Geflügelgroßbetriebe. Für die überwiegende Zahl der Betriebe wie etwa regional tätige Metzgereien oder Hofläden bleiben die jeweiligen Landratsämter zuständig. Durch die Reform sollen sie laut Scharf aber entlastet werden. Hans Moritz