LANDRATSWAHLEN & BÜRGERENTSCHEIDE

Ein kleiner Trost für die SPD

von Redaktion

München/Regen – Im Landkreis Regen kommt es zur Stichwahl um den neuen Landrat. Während bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Straubing-Regen die AfD die SPD überholte, lag bei der Kommunalwahl am Sonntag die SPD-Kandidatin weit vorn: Rita Röhrl holte mit 46,9 Prozent die meisten Stimmen. Die zweitmeisten Stimmen bekam mit 38,9 Prozent der CSU-Kandidat Stefan Ebner. Wer von beiden die Nachfolge des scheidenden Landrates Michael Adam antritt, entscheidet sich in zwei Wochen. Auf Johann Müller (AfD) entfielen 8,3 Prozent, auf Jens Schlüter (Grüne) knapp sechs Prozent. Michael Adam (SPD) hatte sich nicht zur Wiederwahl gestellt. Der 32-Jährige will seinen Universitätsabschluss nachholen. 2011 wurde er Deutschlands jüngster Landrat. Drei Jahre zuvor, mit 23 Jahren, hatte er bundesweit für Aufsehen gesorgt, als er Bürgermeister von Bodenmais wurde – und damit der jüngste Rathauschef Deutschlands.

In drei fränkischen Landkreisen wurden die Amtsinhaber bestätigt. Christian Meißner von der CSU bleibt in Lichtenfels im Amt, ebenso wie im mittelfränkischen Kreis Weißenburg-Gunzenhausen Gerhard Wägemann von der CSU. Kleiner Lichtblick für die SPD: Im Landkreis Roth wurde Herbert Eckstein von der SPD im Amt bestätigt – mit 96 Prozent. Er hatte keinen Gegenkandidaten. Es ist seine fünfte und letzte Amtszeit. Der Oberbürgermeister von Neumarkt in der Oberpfalz ist bei der Kommunalwahl am Sonntag im Amt bestätigt worden. Thomas Thumann von der UPW/FW (Unabhängige Parteifreie Wählergemeinschaft/Freie Wähler) hat rund 68,8 Prozent der Stimmen bekommen. In Erdweg (Kreis Dachau) setzte sich Christian Blatt (CSU) schon im ersten Wahlgang mit 62 Prozent der Stimmen als neuer Bürgermeister durch. Sein Konkurrent Joseph Ndogmo erhielt 32,5 Prozent, Rolf Blaas 5,4 Prozent. Matthias Maier (CSU) ist neuer Bürgermeister von Höslwang (Kreis Rosenheim), er erhielt als einziger Kandidat über 72 Prozent der Stimmen.

In Farchant (Kreis Garmisch-Partenkirchen) haben sich die Befürworter eines großen Sport-Hotels knapp durchgesetzt. 51,9 Prozent votierten für das 200-Betten-Haus, das den Tourismus ankurbeln soll. In Kirchheim (Kreis München) gab es eine große Mehrheit für das Konzept „Kirchheim 2030“ – 71,7 Prozent stimmten für ein neues Ortszentrum. Schon gestern Abend gab es dazu eine Gemeinderatssitzung. Wird das umgesetzt, könnte der Ort um 3000 Einwohner wachsen.

In Großheubach in Unterfranken wollen die Bürger keine Windräder. 63,5 Prozent stimmten gegen geplante Anlagen. Und in Bad Kohlgrub erhält das Haus des Gastes keine Verkleidung mit Holzschindeln – die Mehrheit war dagegen.  mm

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