von Redaktion

Wenn Zugvögel in den sonnigen Süden ziehen, dann tun sie das meist nicht allein. Besonders beeindruckend sieht es aus, wenn die Stare losfliegen. Kürzlich trafen sich mehrere Hundert dieser Vögel auf einer Wiese in der Nähe des Sees – um vor dem Abflug noch einmal über ihre Reisepläne zu zwitschern. Das war sehr laut. „Hach, selten ist bei uns am See so viel los“, quakte meine Freundin Klara begeistert. „Ich fühle mich fast wie im Urwald.“ Leider konnte sie dieses Gefühl nur kurz genießen. Denn die Vögel hatten offenbar genug geschnattert – und flogen los, alle auf einmal. Vom Boden aus sah der Schwarm fast aus, als würde eine dunkle Rauchwolke in den Himmel aufsteigen. „Beeindruckend“, quakte Klara und schaute den Staren wehmütig nach. „Schade, jetzt sehen wir sie lange nicht mehr.“ Wie weit Zugvögel ziehen, ist übrigens sehr unterschiedlich. Manche fliegen „nur“ 2000 Kilometer weit. Schwalben dagegen legen oft mehr als 10 000 Kilometer zurück. Den Rekord hält die arktische Küstenseeschwalbe: Sie fliegt etwa 40 000 Kilometer pro Jahr. „Mir wäre das zu viel“, quakte Klara. Sie versteht daher, dass bei manchen Vögeln nicht alle Tiere einer Art so reiselustig sind. So gibt es unter Rotkehlchen zum Beispiel welche, die das ganze Jahr bei uns bleiben. Andere kommen nur im Winter und verbringen den Sommer weiter nördlich. Eure Paula

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