Skrupelloser Autofahrer

Erneut Rettungsgasse missachtet

von Redaktion

München – Zweimal innerhalb weniger Tage haben Autofahrer nach einem Unfall die Rettungsgasse missachtet, um Zeit zu sparen. Der jüngste Fall ereignete sich gestern Vormittag auf dem Autobahnring A 99 kurz vor der Anschlussstelle München-Ludwigsfeld. Ein Sattelzug war in die Betonmittelwand geprallt. Der Fahrer lenkte den Lkw zurück auf die Fahrbahn und gegen einen Laster, der auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs war. Beide Fahrer wurden leicht verletzt, die Autobahn musste in Richtung Salzburg eine Stunde lang gesperrt werden.

Einem 25-jährigen Freisinger dauerte das zu lang. Er fuhr mit seinem Auto mit ausländischer Zulassung in die Rettungsgasse. Anschließend missachtete er sogar das Rotlicht an der Sperre des Allacher Tunnels. Als Begründung gab er an, er habe einen wichtigen Termin gehabt.

Erst vergangenen Donnerstag war es auf der A 96 bei Etterschlag (Kreis Starnberg) zu einem schweren Unfall gekommen, weil ein 43-jähriger Autofahrer eine Rettungsgasse ignoriert hatte. Er fuhr dabei einen Lkw-Fahrer an, der ausgestiegen war – vermutlich, um den Münchner an der Weiterfahrt in der Rettungsgasse zu hindern (wir hatten berichtet). Der Mann wurde schwer verletzt.

Der Fall gestern auf der A 99 ging glimpflicher aus. Allerdings muss der Freisinger mit einer hohen Strafe rechnen: zu dem Bußgeld von 200 Euro kommt ein einmonatiges Fahrverbot.  mm

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