von Redaktion

Bei uns am See hopsen viele Amseln durch das Gras. Meine Entenfreundin Klara beobachtete gestern eine von ihnen. Irgendwann schnatterte sie ihnen: „Das sieht leider nicht sehr elegant aus.“ Dann deutete sie mit dem Flügel auf eine Gruppe Vögel, die auf einem Baum hockten. „Nimm dir doch ein Beispiel an deinen Verwandten da oben. Die sind auch viel windschnittiger.“ „Das sind allenfalls entfernte Verwandte“, tschilpte die Amsel empört. „Das da oben sind Stare. Die sind kleiner als wir und tragen jetzt ein beinahe schwarzes Federkleid.“ Längst sind die hellen Federspitzen, die im Sommer aus der Ferne wie helle Punkte aussehen, verschwunden. Ein paar der Stare hatten Klaras Geschnatter gehört und gesellten sich zu ihr und der Amsel. „Also wirklich!“, zwitscherte einer. „Wie kannst du uns mit der Amsel verwechseln. Wo der Star doch kürzlich zum Vogel des Jahres 2018 gekürt worden ist. Das zwitschern doch schon die Spatzen von den Dächern.“ Klara entschuldigte sich. „Oh, das habe ich nicht mitbekommen“, quakte sie. „Davon hat Ulrich nichts gekrächzt. Das ist mal wieder typisch.“ Sie meinte unseren Freund, den Waldkauz. Seine Art ist heuer Vogel des Jahres. Aber das neigt sich ja schon dem Ende zu – dann wird der Kauz vom Star abgelöst. „Ulrich trägt seinen Schnabel dann hoffentlich nicht mehr so hoch“, quakte Klara. Die Stare findet sie indes „sehr nett und unkompliziert“. Eure Paula

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