von Redaktion

Jetzt im Herbst juckt es mich in den Federn. Wenn ich den vielen Vögeln zuschaue, die sich am See treffen, um sich auf ihre große Reise vorzubereiten, packt mich selbst ein wenig das Fernweh. Selbst mit den Wildgänsen fliegen, wäre mir zu anstrengend. „Und mir wäre es zu hoch“, quakte meine Entenfreundin Klara. Gänse reisen nämlich in einer Höhe von etwa acht Kilometern. Erschrocken hielt sich Klara den Flügel vor den Schnabel. Denn – auch wenn das komisch klingt – sie bekommt Höhenangst, wenn es zu hoch hinausgeht. Schon bei dem Gedanken, so weit oben zu fliegen, wurde ihr schlecht. Sie wankte zu ihrem Nest, setzte sich hinein und schnatterte: „Auf den Schreck muss ich mich erst mal ausruhen.“ Sie schloss das rechte Auge und döste ein. Das linke Auge blieb einen Spalt weit offen. Wir Enten schlafen nie so tief wie ihr Zweibeiner – das wäre uns zu gefährlich. Deshalb schläft bei uns immer nur eine Hälfte des Gehirns, die andere wacht. Das machen wir abwechselnd. Diese schlaue Schlaftechnik macht es möglich, dass einige Vögel im Flug schlafen können. Dazu gehören die Mauersegler. Im Herbst fliegen sie ohne Zwischenlandung nach Afrika und verbringen dort den Winter – komplett in der Luft. Sie landen weder zum Schlafen noch zum Fressen. Sie setzen sich nur zum Eierlegen und Brüten. Etwa zehn Monate pro Jahr sind sie in der Luft. Eure Paula

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