München – Trotz Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) fürchtet die SPD um die Zukunftsfähigkeit der Gymnasien. „Das Lernen auf dem Gymnasium muss von Grund auf auf den Prüfstand. Viele Lerninhalte und die Art und Weise der Wissensvermittlung sind nicht mehr zeitgemäß und gehen an der Lebenswirklichkeit vorbei“, sagte Martin Güll, Bildungsexperte der Fraktion. Er stellte gleich sieben Anträge zur Verbesserung des G9 vor. Unter anderem sollen Geografie, Biologie und Chemie Zusatzstunden bekommen. Wo er dafür kürzen will, sagte Güll nicht. In der Mittel- und Oberstufe des Gymnasiums sollen fixe Berufsvorbereitungsmodule, etwa in Form von Praktika, verankert werden. Die Schüler würden aktuell viel zu wenig darüber informiert, welche Chancen etwa eine Ausbildung biete.
Auch die Freien Wähler haben Verbesserungsvorschläge. So fordern sie die Rückkehr zu einem Leistungskurs in der Oberstufe. Am Donnerstag will Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) im Landtag eine Zwischenbilanz zur G9-Reform ziehen. mm