Neuer Winterflugplan ohne Airberlin

von Redaktion

München – Am kommenden Sonntag tritt der Winterflugplan in Kraft. Zwischen 29. Oktober und 24. März nächsten Jahres stehen insgesamt 207 Reiseziele im In- und Ausland auf dem Flugplan, darunter 17 Flughäfen in Deutschland und 136 Ziele im übrigen Europa. Aufgrund der Insolvenz von Airberlin gibt es gewisse Turbulenzen. „So wird die Fluggesellschaft Eurowings im Laufe der Winterflugsaison zahlreiche Dienste der Airberlin übernehmen“, heißt es in der Mitteilung des Flughafens. Allerdings muss die EU-Kartellbehörde dem noch zustimmen. Geplant ist, dass Eurowings etwa 150 Mal in der Woche zu europäischen und innerdeutschen Zielen startet. Einen großen Teil der durch die Pleite wegfallenden Verbindungen fängt jedoch Lufthansa auf. „Gegenüber dem letzten Winter erhöht die Kranichlinie ihr Angebot um insgesamt 160 zusätzliche Abflüge pro Woche.“ Die Hälfte davon entfällt auf die bisherigen Airberlin-Ziele Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Köln. Von den täglich im Schnitt 26 Flügen nach Berlin übernimmt Eurowings laut Flugplan gerade einmal drei – der Rest entfällt auf Lufthansa, die somit im Berlin-Verkehr fast Monopolist ist. Das kann sich im Laufe des Winters allerdings noch ändern, heißt es bei Lufthansa. Erstmals am Start wird Ryanair sein – die Iren fliegen ab Sonntag zwei Mal täglich nach Dublin. Condor nimmt Martinique, Dubai und Recife neu ins Programm.

Insgesamt erwartet der Flughafen im Jahr 2017 ein Wachstum bei den Flugbewegungen von gut drei Prozent. Wegen der „Unruhe im Markt“ gibt es noch keine Prognose für 2018. Ein weiteres Wachstum sei jedoch sicher.  dw

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