Mäuserich Flitzi frisst sie gern, wenn sie getrocknet und bereits schrumpelig sind: Kastanien. Wir Enten können dagegen wenig damit anfangen, schließlich haben wir keine Nagezähne. Und damit basteln wie ihr Zweibeiner können wir leider auch nicht. Denn dazu muss man meist Löcher in die Kastanien bohren. Das klappt mit Flügeln und Watschelfüßen einfach nicht. Eines können auch wir Enten: Kastanien sammeln. „Das macht auch am meisten Spaß“, schnatterte meine Entenfreundin Klara. Stolz deutete sie mit dem Flügel auf einen großen Haufen. „Die Kinder werden sich freuen“, quakte Klara. Es waren dann aber zwei Erwachsene, die die Kastanien entdeckten und mitnahmen. Beim Einpacken sprachen sie über die vielen tollen Dinge, die man mit Kastanien offenbar auch noch machen kann. „Ich habe gehört, die sollen Fruchtfliegen und Motten fernhalten“, sagte die eine Frau. „Ich werde ein paar in den Kleiderschrank legen und neben den Obstkorb.“ Als ich später Flitzi davon quakte, schlug der Mäuserich die Vorderpfoten über dem Kopf zusammen. „Wie bitte?“, piepste er. „Kastanien muss man doch futtern!“ Für Menschen sind Rosskastanien zwar nicht essbar. Für viele Tiere aber schon. Wer gern Kastanien sammelt, kann sie daher auch bei Zweibeinern abgeben, die Wild im Gehege halten. Oder in einem Wildpark oder Zoo. Eure Paula