Als ich kürzlich zum Bauernhof watschelte, sah ich einen weißen Fleck. Da fiel mir ein, dass es dort einen neuen Bewohner gibt: Es ist der kleine Kater Fritz. Der hat ein schneeweißes Fell und ist daher schon aus der Ferne gut zu sehen. Fritz ist kein Katzenbaby mehr, aber noch jung und verspielt. Oft bekommt er sich mit dem alten Hofkater in die Haare. Daran dachte ich auch, als er gestern miauend zu mir gelaufen kam. „Kann ich bei dir bleiben?“, jammerte er. „Ich kann nie mehr heim.“ Zu schrecklich seien die Dinge, die ihm drohen. „Hast du Ärger mit dem alten Kater?“, quakte ich. „Nein, es ist der kleine Zweibeiner vom Bauernhof, der mir Angst macht“, miaute Fritz. Gestern habe der Bub zu seiner Mutter gesagt, er brauche neue Katzenaugen. „Der will mir die Augen klauen!“, jammerte Fritz. „Aber der Bub will doch nur neue Reflektoren für sein Fahrrad“, quakte ich. Diese orangefarbenen Plastikdinger, die man an den Speichen festmacht, nennt man auch Katzenaugen. „Weil sie mit denen etwas gemeinsam haben“, quakte ich. „Trifft Licht darauf, wird es wie von einem Spiegel zurückgeworfen, also reflektiert.“ Autofahrer sehen den Radler so im Dunkeln früher. Katzen wiederum können mit dem Spiegeltrick das wenige Licht besonders gut ausnutzen und auch in der Dämmerung jagen. Trifft Licht auf ihre Augen, leuchten sie im Dunkeln – wie die Reflektoren am Fahrrad. Eure Paula