Fürstenfeldbruck – Der AfD-Politiker Dirk Driesang (53) wird im Dezember nicht mehr für einen Posten im AfD-Bundesvorstand kandidieren. „Ich schalte einige Gänge runter“, sagte der momentane Beisitzer aus dem Kreis Fürstenfeldbruck unserer Zeitung. Grund sei die berufliche Belastung als Chorsänger am Münchner Gärtnerplatz-Theater, wegen der die Zeit für Parteiarbeit fehle. Eigentlich hatte Driesang mit dem Einzug ins Europaparlament geliebäugelt. Nach der Wahl von Beatrix von Storch in den Bundestag ist dort ein Platz frei, doch AfD-Bundeschef Jörg Meuthen nimmt das Mandat wahr. Meuthen, auch Fraktionschef im Landtag in Baden-Württemberg, ist erster Nachrücker – Driesang zweiter. „Ich hoffe, er hat die richtige Entscheidung getroffen“, sagt Driesang dazu. Er schließe nicht aus, für die AfD-Liste zur Europawahl 2019 zu kandidieren. Zudem bleibe der Mitbegründer der „Alternativen Mitte“ in der Gruppe, in der sich progressive AfD-Mitglieder organisieren. Driesang setzte sich zudem für einen Parteiausschluss von Björn Höcke ein. dor