Immer nur Pflanzen futtern ist mir als Ente zu langweilig. Ich schnabuliere auch gern kleine Fische, Krebschen, Frösche und sogar mal eine saftige Fliege. Jetzt im Herbst werden solche Leckereien rar. Wirklich Sorgen mache ich mir aber vor allem über die Insekten. Wissenschaftler haben nämlich festgestellt, dass es allgemein immer weniger von ihnen gibt. Das ist eine Katastrophe – und das nicht nur, weil ich dann vielleicht auf ein paar schmackhafte Happen verzichten muss. Das wäre zwar schade, aber auch nicht so schlimm. Aber: Insekten sind nicht nur als Futter für viele andere Tiere wichtig. Einige unter ihnen stellen auch sicher, dass Blüten bestäubt werden. Das ist für viele Pflanzen wichtig, damit sie sich vermehren können – und damit auch für euch Zweibeiner, weil ihr Früchte wie Äpfel und Kirschen nämlich nur dann ernten könnt, wenn zuvor die Blüten am Baum bestäubt wurden. Doch dazu braucht es eben Insekten wie die Bienen. „Das vergessen die Zweibeiner gern“, quakte meine Entenfreundin Agnes besorgt. Dabei wäre es doch so wichtig, dass sie Insekten wie ihnen ein gutes Leben ermöglichen würden – etwa, indem sie weniger Gifte versprühen. „Auf uns hören Zweibeiner leider nicht“, schnatterte Agnes traurig. „Vielleicht hören sie aber auf unsere Paula!“, quakte sie und bat mich, euch von den armen Insekten zu schnattern. Eure Paula