Toter im Forst: Polizei bittet Bevölkerung um Hilfe

von Redaktion

Eglharting – Monatelang hat der Leichnam eines Mannes nahe dem Ortsrand von Eglharting im südwestlichen Ebersberger Forst gelegen. Bis ein Schwammerlsucher im August 2016 den Toten fand. Seitdem ist es der Kriminalpolizei Erding, die in dem Fall ermittelt, noch nicht gelungen, die Leiche zu identifizieren. Die Fahnder hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung – und haben ein Phantombild veröffentlicht, das das wahrscheinliche Aussehen des Mannes um den Todeszeitpunkt zeigt.

Die Polizei geht davon aus, dass die Leiche höchstens seit Anfang 2015 im Wald lag. „Ein Fremdverschulden kann derzeit nicht gänzlich ausgeschlossen werden“, sagt ein Sprecher. Heißt: Hinter dem Tod des Unbekannten könnte eine Gewalttat stecken.

Mit der Gesichtsrekonstruktion, die anhand des Schädels angefertigt wurde, haben die Ermittler eine Beschreibung des Mannes veröffentlicht: Er sei zwischen 70 und 75 Jahre alt gewesen, etwa 1,73 Meter groß. Er habe nur noch zwei Zähne gehabt, sei vermutlich Gebissträger gewesen. Außerdem habe er eine Drahtligatur am Unterkiefer gehabt, wie sie nach Angabe der Fahnder vor rund 30 Jahren zur Fixierung von Kiefernbrüchen verwendet wurde. Bekleidet war der unbekannte Tote laut Polizei mit einer dunkelblauen Daunenjacke mit pelzbesetzter Kapuze, unter der er ein schwarzes Sakko trug, sowie einem grünen Filzhut und einer rosa/lila gestreiften Krawatte.

Bei dem Mann wurden zudem eine schwarze, lederne Aktentasche sowie eine rot-schwarze Sporttasche gefunden. Nahe der Leiche befand sich außerdem ein älteres, schwarzes Damenfahrrad. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.  mps

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