Eine Wiese, auf der viele Obstbäume wachsen – so eine gibt es am Rande des Dorfes, das in der Nähe des Sees liegt. Einige der Bäume sind uralt. Sie reckten schon ihre Äste in den Himmel, als meine Oma kaum aus dem Ei geschlüpft war. Wir Enten lieben die alten Bäume – schon allein wegen dem flauschigen Moos, das hier und dort wie Fell auf den knorrigen Ästen wächst. Wir sind aber nicht die Einzigen, die alte Bäume mögen. Auch der Buntspecht schätzt sie – obwohl er dauernd auf ihnen herumhackt. Das macht er aber nicht, weil er sauer auf sie ist. Im Gegenteil: Weil das Holz teils recht morsch ist, muss er sich bei den alten Bäumen nicht so anstrengen, wenn er ein Loch hineinklopfen will. Die Klopferei ist ja auch so mühsam genug. „Bekommst du da nicht manchmal Kopfweh?“, schnatterte meine Entenfreundin Klara. „Aber wieso denn?“, fragte der Specht. „Ich fühle mich pudelwohl, selbst wenn ich mit bis zu 20 Schlägen pro Sekunde auf den Stamm hämmere.“ Kopfschmerzen bereite ihm eher, wenn er keinen geeigneten Baum finde. Der Specht ist nämlich perfekt für das Klopfen gebaut: Sein Gehirn steckt besonders fest im Schädel, damit es nicht bei jedem Schlag hin und her schwingt. Das Stirnbein über dem Schnabel ist verknöchert. Zudem wirken Muskeln zwischen Schnabel und Schädel wie Stoßdämpfer. Eure Paula