Lohberg/Regensburg – Kritik an der Staatsanwaltschaft Regensburg übt die Gregor Luisoder Umweltstiftung: Bei einer Hausdurchsuchung bei einem Jäger in Lohberg (Kreis Cham) seien bereits im Dezember 2016 zwei Luchsohren, fünf Luchskrallen, Luchsfallen und möglicherweise illegale Jagdausrüstung entdeckt worden. Die Öffentlichkeit sei darüber nicht informiert worden. Die Stiftung bezieht sich auf Informationen aus dem Umfeld des Bayerischen Landtags.
Der Fall zweier getöteter Luchse hatte 2015 unter dem Fallnamen „Leo“ bundesweit für Aufsehen gesorgt. Vier ihrer Läufe waren 2015 gefunden worden – ebenfalls im Kreis Cham. Die Staatsanwaltschaft verwies auf Nachfrage auf noch laufende Ermittlungen. Derzeit werde untersucht, ob die Geschossreste in den abgetrennten Luchsläufen zu der bei dem Jäger gefundenen Munition passen. Zudem erwarte man aus Tschechien das Ergebnis eines genetischen Spurenabgleichs. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte sich die Staatsanwaltschaft zu den Funden bei der Hausdurchsuchung nicht näher äußern.
In einem Stausee bei Schneizlreuth im Berchtesgadener Land war am Dienstag der Kadaver des Luchsmännchens „Alus“ entdeckt worden. Naturschützer haben 15 000 Euro Belohnung für Hinweise auf einen möglichen Täter ausgesetzt. ja/lby