von Redaktion

Neulich habe ich mich verflogen: Ich wollte zu einem Wildpark. Dort sind die Futternäpfe immer reich gefüllt und ich hoffte, ein wenig davon naschen zu können. Doch offenbar bin ich zu früh abgebogen – und landete schließlich auf einem Hühnerhof. Letztlich war das ein glücklicher Zufall: Bei den Hühnern fand ich mehr eingeweichte Körner, als ich mir je hätte träumen lassen. Zurück am See schnatterte ich meinen Entenfreundinnen von meiner Entdeckung. „Da ging es dir ja fast wie einst Christoph Kolumbus“, quakte Agnes und lachte. Der suchte nämlich nach einem neuen Seeweg nach Asien. Doch auf der Reise dorthin kam ihm ein anderer Erdteil „dazwischen“, der in Europa praktisch unbekannt war: Amerika. Heute kennt jedes Küken den Namen Christoph Kolumbus. „Lange lernten die Kinder auch, er habe den Kontinent entdeckt“, quakte Agnes. „Wobei das mit dem ,Entdecken‘ so eine Sache ist.“ Zum einen war der „neue“ Erdteil nicht menschenleer. „Die Ureinwohner, deren Nachfahren noch heute in Amerika leben, zählten wohl nicht“, schimpfte Agnes. Kolumbus war zum anderen wohl nicht der erste Europäer, der nach Amerika gekommen ist. Lange vor ihm haben Wikinger den fernen Kontinent erreicht. „Vielleicht ja auch noch andere Zweibeiner“, quakte Agnes. „Nur haben die meisten Menschen in Europa davon nichts erfahren.“ Eure Paula

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