Brauchtums- kalender

von Redaktion

Noch in den 1960er-Jahren war es in vielen Dörfern guter Brauch, dass sich alle von einem Sterbenden verabschiedeten. Alle nahmen Anteil, wenn jemand im Sterben lag und sich der Pfarrer in Begleitung eines Ministranten oder des Mesners zur Krankensalbung (früher „Letzte Ölung“) zu dem Sterbenden begab. So wussten Freunde und Nachbarn Bescheid, und wollten sich von ihm verabschieden. Deshalb versammelten sie sich in seinen letzten Lebenstagen am Abend in seinem Haus zum gemeinsamen Rosenkranzgebet. Die enge Verbundenheit mit dem Sterbenden zeigte sich gerade in den schweren Stunden des Abschieds. Nach seinem Ableben begleitete ihn das ganze Dorf in einem feierlichen Trauerzug zum Friedhof. Auf seinem letzten Weg war der Verstorbene nicht allein, alle gaben ihm das letzte Geleit.

Auf St.-Gallus-Tag nichts mehr draußen bleiben mag.

St. Elisabeth sagt an, was der Winter für ein Mann.

Artikel 11 von 11