von Redaktion

Gestern hatte meine Entenfreundin Klara einen Albtraum. „Es war schrecklich“, schnatterte sie mir am Morgen. „Ich paddelte auf dem Meer herum, da tauchte plötzlich das größte Tier der Erde auf: ein Blauwal. Und stell dir vor: Der hat mich aus Versehen verschluckt!“ Der Blauwal in Klaras Traum hatte das noch nicht mal gemerkt. „Ich watschelte dann in seinem Bauch herum und war verzweifelt“, quakte Klara. Zum Glück war das nur ein Traum. „Aber ich werde sicherheitshalber nie mehr einen Watschelfuß in den See setzen.“ Das Geschnatter hatte meine Entenfreundin Agnes mitbekommen. „Aber Klara!“, quakte sie. „Selbst wenn es in unserem See einen Blauwal gäbe: Diese Tiere sind zwar riesig. Aber sie ernähren sich nur von Kleinzeug.“ Sie fressen „Plankton“, also kleine Krebstierchen und winzige Algen. „Wie kann so ein Koloss davon satt werden?“, quakte Klara. „Alles eine Frage der Technik“, schnatterte Agnes. „Zum Fressen schwimmen Blauwale erst mit geöffnetem Maul. Dann machen sie es zu – und pressen das Wasser zwischen ihren Barten hinaus.“ Das sind riesige Hornplatten, die wie ein Sieb wirken. Bei geschlossenem Maul liegen die Barten im Oberkiefer dicht auf denen des Unterkiefers. Der Wal schluckt nur, was dazwischen passt: „Ein Apfel würde vielleicht durchkommen“, quakte Agnes. „Für dich wäre das aber zu eng. Du kannst also beruhigt baden.“ Eure Paula

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