Unser bairisches Wort

Der Hagelbucherne

von Redaktion

Vielleicht sind Ihnen diese Gedanken in Ihrer gemütlichen Zirbenholz-Stube auch schon einmal gekommen? Alleinstehende Bäume, die jahrelang Wind und Wetter, Hagel und Schnee ausgesetzt sind, wachsen langsam und bedächtig, werden aber viel zäher und widerstandsfähiger als ihre Kollegen in der geschützten Monokultur.

Diese Betrachtung hat der bairische Dialekt kurzerhand auf das Menschliche übertragen. Denn auch da gibt es Exemplare, denen man ansieht, dass sie im Leben viele Stürme mitgemacht haben. Die dabei rau und derb, aber auch zäh und lebenstüchtig geworden sind. Weil sie wie Buchen sind, die dem Hagelschlag trotzen, nennt sie der Volksmund – „Hagelbucherne“!

Norbert Göttler

Bezirksheimatpfleger Oberbayern

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