von Redaktion

Es gibt eine Zweibeinerin, die hat ein Herz für Enten. Sie bringt uns ab und zu Kekse mit. „Davon muss man immer zwei schnabulieren, um im Gleichgewicht zu bleiben“, quakte meine Entenfreundin Klara. Ich lachte. Es stimmt zwar, dass zu viel Süßes das Gewicht steigen lässt. „Es wäre daher besser, du würdest nur einen Keks schnabulieren“, quakte ich. „Aber wenn sich der eine links an der Hüfte ansetzt, dann bekomme ich beim Fliegen Schlagseite“, quakte Klara. Sie hatte einmal eine Frau entsetzt zu einer anderen sagen hören, die gerade einen Schokoriegel aß: „Das geht doch direkt auf die Hüften!“ Ganz so einfach ist es nicht: Wenn wir mehr futtern, als wir verbrauchen, wandert der Extrakeks nicht einfach an die Hüfte und wartet darauf, später verdaut zu werden. Das macht der Körper sofort – und speichert die Energie, die darin steckt, als Fett. Das lagert sich zwar nicht überall gleich stark an. Zweibeiner legen unter anderem an der Hüfte zu, das aber gleichmäßig. Es bleibt alles im Gleichgewicht. Schlimmer als einen einzelnen Keks zu futtern wäre es, wenn uns auf einer Seite viele Federn ausfallen. „Dann hätten wir beim Fliegen Schlagseite“, quakte Agnes. Der Weißkopfseeadler, das Wappentier der USA, hat da einen Trick: Verliert er an einem Flügel eine Feder, geht ihm automatisch die entsprechende Feder am anderen Flügel aus. So bleibt er dennoch stets im Gleichgewicht. Eure Paula

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