Eine Heizung gibt es in unseren Nestern nicht. Das ist aber auch kein Problem für uns. Wir Enten haben dichte Daunen, die uns warm halten. „Also in meinem Bau mag ich es warm“, knurrte ein Dachs aus dem Gebüsch. „Zum Glück habe ich nicht nur ein warmes Fell, sondern eine Fußbodenheizung.“ Ich bin erschrocken, denn dieser schwarz-weiße Gesell ist ein seltener Gast bei uns am See. Der Dachs hat außerdem scharfe Zähne – und sein Magen knurrt fast immer. Dennoch, das mit der Fußbodenheizung wollte ich genauer wissen. „Vielleicht wäre das auch was für mein Nest?“, quakte ich daher nachdenklich. Wenn ich auch so eine wollte, sollte ich mein Nest einfach auf dem Misthaufen bauen, den es auf dem Bauernhof in der Nähe gibt. Oder auf einem der Komposthaufen in den Gärten im Dorf. „Da gibt es zwar viele Leckereien: Würmer, Schnecken, Spinnen und Käfer“, quakte ich. „Aber was hat das mit einer Heizung zu tun?“ Der Dachs fragte, ob mir schon mal aufgefallen sei, dass es dort wärmer ist. Denn Bakterien, die helfen, aus Mist und Kompost neue Erde zu machen, erzeugen dabei auch Wärme. „Auf dem Misthaufen will ich aber nicht wohnen“, knurrte der Dachs. „Ich schleppe daher im Herbst viele Blätter und Gräser und sogar Äste in meinen Bau. Wenn alles langsam verrottet, entsteht darin Wärme – und fertig ist meine Heizung.“ Eure Paula