Brauchtums- kalender

von Redaktion

Als es im Mittelalter zu einem heute unverständlichen Reliquienkult kam, grub man in Rom die sterblichen Überreste vieler Heiliger aus. Als im 16. Jahrhundert in einigen Katakomben Gebeine von frühchristlichen Märtyrern entdeckt wurden, hatten viele Klöster und Pfarrkirchen das größte Interesse, solche Reliquien zu beschaffen. In den wenigsten Fällen konnte man aber die Gebeine bestimmten Heiligen zuordnen. Für den schwierigen Transport über die Alpen suchte man Rompilger zu gewinnen. Die Reliquien wurden zur Verehrung mit kostbaren Stoffen, Edelsteinen und Golddrähten verziert und in den Kirchen zur Verehrung ausgestellt. Der übertriebene Reliquienkult erregte vor allem in der Aufklärungszeit heftige Kritik, sodass die Skelette der Katakombenheiligen aus den meisten Kirchen entfernt wurden.

Andreasschnee bleibt hundert Tage liegen. Fängt der Winter früh an zu toben, ist er im Dezember nicht zu loben.

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