von Redaktion

An trüben Tagen fühlt es sich manchmal an, als würde es gar nicht richtig hell. Das schlägt sich auch auf die Laune. „Was für ein trister Tag“, quakte meine Entenfreundin Klara und ließ die Flügel hängen. „Der Nebel über dem See, die kahlen Bäume und weit und breit blüht keine Blume.“ Dann hatte sie plötzlich eine Idee. „Was soll’s: Wenn es hier keine Blumen gibt, träume ich mich jetzt einfach in eine bunte Blumenwiese hinein“, quakte sie – und schloss die Augen. Meine Entenfreundin Agnes und ich machten es ihr nach. Wir hatten aber verschiedene Vorlieben, wie sich zeigte. So stellte sich Agnes vor, wie sie ihre Watschelfüße in warmes Wasser setzt und aufs Meer hinausschwimmt. „Wenn ich gründle, sehe ich ein kunterbuntes Korallenriff“, quakte sie mit geschlossenen Augen. Die Vorstellung gefiel Klara. „Korallenriffe sind gut, zumal es da auch blühende Blumen gibt“, quakte sie. „Zum Beispiel Seeanemonen.“ Das riss Agnes aus ihrem Tagtraum. „Seeanemonen?“, quakte die nämlich – und riss erschrocken die Augen auf. „Das sind keine Blumen, sondern Blumentiere!“ Agnes schnatterte uns, dass Blumentiere ungewöhnliche Tiere sind. „Eine Seeanemone hat kein Gehirn, keine Knochen und keine Augen.“ Sie sieht also gar nicht, wie wunderschön sie aussieht. Zum Glück kann sie ihre Beute mit ihren Tentakeln sozuquaken „erfühlen“ und mit einem lähmenden Gift erlegen. Eure Paula

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