von Redaktion

Waschbär Waldemar liebt Erdnüsse. Umso mehr freute er sich, als er neulich welche geschenkt bekam. „Meine Lieblingsnüsse!“, brummte er, bevor er sein Geschenk verschlingen wollte. „Deine Lieblingsnüsse sind aber gar keine Nüsse“, quakte meine Entenfreundin Klara. „Das habe ich zumindest mal gehört.“ Ich war verwirrt. „Hat nicht Agnes neulich schon von der Kokosnuss behauptet, dass diese keine Nuss sei, sondern eine Steinfrucht?“, quakte ich. „Warum sprechen die Zweibeiner von Nüssen, wenn das alles keine sind?“ Agnes wunderte sich weniger. „Letztlich ist alles eine Frage der Einordnung – und der Merkmale, die man dazu nutzt“, quakte sie. „Wenn man sich die Erdnuss anschaut und sie probiert, ist sie einer Haselnuss nicht unähnlich“, quakte sie. Beide sind sehr fettreich und haben einen nussigen Geschmack. „So gesehen passt der Name für beide gut“, quakte Agnes. Botaniker, Pflanzenkundler also, nutzen andere Merkmale für ihre Einteilung. Für sie zählt der Aufbau der Frucht. „Damit gehören Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten“, quakte Agnes. „Tatsächlich sind sie mit Erbsen und Bohnen auch viel näher verwandt als mit der Haselnuss.“ Andererseits springt die Hülle der Erdnüsse im Gegensatz zu Bohnen und Erbsen nach dem Ernten nicht auf. „Das hat sie mit Nüssen gemeinsam.“ Waldemar hatte derweil alles weggefuttert: „Nuss oder nicht, mir hat es geschmeckt.“ Eure Paula

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