München – Die Pleite von Air Berlin und der Fluglinie Niki hat Auswirkungen auf die Bilanz des Flughafens München. „Bei den Starts und Landungen werden wir etwas unter den Erwartungen liegen“, sagte Flughafen-Chef Michael Kerkloh im Gespräch mit unserer Zeitung. Er rechne unter dem Strich für 2017 mit mehr als 44 Millionen Passagieren und etwas mehr als 400 000 Starts und Landungen. Nach der Aufstellung der Deutschen Flugsicherung beträgt der Zuwachs bei den Flugbewegungen in diesem Jahr bisher 2,9 Prozent. Erwartet worden waren zu Jahresbeginn eigentlich vier Prozent.
Ungeachtet dieser leichten Turbulenzen zeigt sich der Flughafen mit der Entwicklung in den Weihnachtsferien zufrieden: Zwischen 22. Dezember und 7. Januar werden knapp 13 000 Flüge mit rund 1,4 Millionen Passagieren an Bord starten und landen. Auch an Heiligabend ist am Flughafen noch viel los – die letzte Landung am 24. Dezember ist um 23.35 Uhr geplant, ein Airbus, der aus Lissabon eintrifft.
Die Insolvenz von Air Berlin und Niki werde auch 2018 bemerkbar sein, sagte Kerkloh weiter. „Die Flugbewegungen werden sich auf dem Niveau von 2017 bewegen, vielleicht etwas darüber.“ Bei den Passagieren rechne er allerdings mit weiterem Wachstum auf über 46 Millionen.
Dass der innerdeutsche Luftverkehr durch die neue ICE-Strecke München-Berlin leiden werde, glaubt der Flughafen-Chef nicht. Der Effekt werde „nicht so groß sein, wie manche glauben“. Auch die Flüge zwischen München und der Hauptstadt würden „auf dem bestehenden Niveau bleiben“.
Größtes Projekt im Jahr 2018 wird der Umbauplan für das Terminal 1 sein. Er rechne mit einer Entscheidung der Gesellschafter in der ersten Jahreshälfte, sagte Kerkloh. Geplant sind ein neuer Flugsteig mit zwölf Andockpositionen, zwei davon für die A 380. Auch soll das Terminal mit Lounges und Geschäften moderner werden. ham