Wir Enten freuen uns schon sehr auf Weihnachten: „Wenn ich nur an all die Leckereien denke“, quakte Klara und strahlte dabei selbst wie ein Honigkuchenpferd. „Hoffentlich bringt das Christkind viele schöne Geschenke mit“, schnatterte sie. „Wusstet ihr, dass in einigen Ländern im Norden früher der Julbock die Geschenke gebracht hat“, quakte da unsere Freundin Agnes. „Von dem habe ich schon gehört!“, schnatterte ich. Einmal bin ich nämlich durch ein schwedisches Möbelhaus gewatschelt und habe mich gefragt, warum dort Ziegenböcke aus Stroh als Weihnachts-Schmuck verkauft werden. Als ich später auf dem Bauernhof in der Nähe des Sees zu Besuch war und den Ziegenbock bemerkte, fragte ich ihn danach. Für die Germanen, die vor langer Zeit gelebt haben, seien Ziegenböcke Glücksbringer gewesen, meckerte er mir. Sie waren ein Symbol für viel Nachwuchs und eine gute Ernte. Später verschmolz dieses Symbol mit dem christlichen Weihnachtsfest und es entstanden Bräuche drum herum. So liefen zur Weihnachtszeit Kinder von Hof zu Hof, eines als Ziegenbock verkleidet. Sie bekamen Geschenke von den Bauern. Später hieß es sogar, der Julbock sei es, der die Geschenke bringe. „Bis der Weihnachtsmann das übernahm“, quakte Agnes. „Zumindest im Norden. Bei uns bringt ja zum Glück das Christkind die Geschenke.“ Eure Paula